The MET Orchestra & Yannick Nézet-Séguin

Renée Fleming, Russell Thomas

Lauter musikalische Höhepunkte rund um den „Planeten Shakespeare“: Amerikas berühmteste Sopranistin Renée Fleming singt aus Verdis „Otello“, dazu erklingen Tschaikowskys romantische „Romeo und Julia“-Ouvertüre, Musik aus der „West Side Story“ und eine europäische Erstaufführung. Es spielt das Orchester der Metropolitan Orchestra aus New York unter seinem Chefdirigenten Yannick Nézet-Séguin.

Programm

Leonard Bernstein
Sinfonische Tänze aus „West Side Story“

Matthew Aucoin
Lear Sketches (deutsche Erstaufführung)

Peter Tschaikowsky
Romeo und Julia. Fantasie-Ouvertüre nach Shakespeare

Giuseppe Verdi
Vierter Akt aus der Oper „Otello“

Künstler

Renée Fleming Sopran (Desdemona)
Russell Thomas Tenor (Otello)
The MET Orchestra

Kooperation und Partnerschaft

Förderpate: Ernst-Moritz Lipp und Angelika Lipp-Krüll

Für Ihren Pausentalk

Spannende Fakten, mit denen Sie nicht gerechnet haben

Engelsstimme mit dramatischem Potenzial

Für die Desdemona in seinem „Otello“ verlangt Verdi einen Spinto-Sopran. Das ist ein lyrischer, im konkreten Fall geradezu engelhafter Sopran, der plötzlich ins Hochdramatische wechselt. Solche Rollen sind musikalisch reizvoll, stimmlich jedoch gefährlich. Gerade eine Renée Fleming kann solche „gedrängten“ (denn das heißt „spinto“) Partien nur in Ausnahmefällen wagen, um ihr wichtigstes Kapital zu schonen: ihre perfekt sitzende, luxuriöse Stimme.

Wagner-Bässe für einen Verdi-Tenor

Während Wagner Verdi mit Nichtbeachtung strafte, hat Verdi seinen deutschen Kollegen genau studiert. Die lange Kontrabass-Partie, die Otellos letzten Auftritt so ausdrucksvoll ankündigt, schaute er sich etwa von der „Walküre“ ab. Dort hat Wagner die Partie des Siegmund lange Zeit nur mit tiefen Streichern unterlegt. Verdi, der für seinen Otello einen Lirico-spinto-Tenor verlangt (also genau den Stimmtypus, den Russell Thomas mitbringt), hat dieser bedeutendsten italienischen Tenor-Partie eine orchestrale Bass-Grundlage geschaffen.

Mit Schmelz und Stimme

„La Diva Renée“ ist mehr als nur ein Ehrentitel. So heißt ein von dem französischen Koch Daniel Boulud kreiertes Dessert, benannt zu Ehren der Sopranistin. Es besteht aus Nougat und Schokolade und macht, wie man hört, süchtig. Auch eine besondere Art, in die Musikgeschichte einzugehen, neben all den weiteren, zahllosen Würdigungen.

Zugabe!

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