Symphonie fantastique

Herbstfestspiele 2022: Balthasar-Neumann-Ensemble - Antonello Manacorda

Noch Wagner wird geheimnisvolle Zaubertränke brauen, ganz nach Art der schwarzen Romantik, die Gift, Gespenst und Genuss verspricht. Das Pendel schlug um nach 1800, dem Engel der Vernunft folgte der Teufel der Wünsche. Unvergessen die Teufelsabbildungen des Dichters und Malers William Blake oder die Edgar-Allen-Poe-Übersetzungen von Charles Baudelaire. Carl Maria von Weber nahm die Wolfsschlucht bei Baden-Baden für seine Teufelsszene im „Freischütz“ zum Vorbild und Hector Berlioz, der große Weber- wie Baden-Baden-Freund, verfrachtete den Teufel in seine „Symphonie fantastique“. Dem Höllenfürsten gehört ihr Finale mit Glocken, schwarzer Messe und Hexentanz. Ein Pariser Walzer, wie er damals auch an der Oos in Mode kam, begegnet uns im zweiten Satz. Die lyrische Hauptmelodie, musikalisches Abbild der unerreichbaren Geliebten, übernahm der Komponist aus seiner Kantate „Herminie“. Ein Netz aus Bezügen, in das man sich fallen lassen darf, gespannt über Abgründen, die dem Alltag Würze geben.

Programm

Hector Berlioz
Herminie. Kantate auf einen Text von Pierre-Ange Vieillard
Symphonie fantastique op. 14

In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Veranstaltungsende: 19:25 Uhr

Künstler

Einführungsvortrag

Um 16:40 Uhr findet auf der Ebene 3 ein Einführungsvortrag statt. Der Vortrag dauert etwa 20 Minuten und wird um 17:10 Uhr wiederholt. Gegen eine Gebühr von € 5 haben Sie beim telefonischen Kartenkauf die Möglichkeit, einen Sitzplatz im Einführungsraum zu reservieren. Nicht in Anspruch genommene Reservierungen verfallen mit Vortragsbeginn.

Referent: Nick-Martin Sternitzke

Rausch und Romantik

11.11.-14.11.2022 Kulturreise Herbstfestspiele

Liebe, Eifersucht, Rausch: Es geht hoc her in der Oper „Cavalleria Rusticana“, einer der beiden Festspiel-Aufführungen, die im Mittelpunkt dieser Kulturreise stehen. Im Sinfoniekonzert begegnen einem sogar Hexen und Teufel. Passend dazu gibt es neben den teuflisch guten Festmenüs auch eine Wein- und Schinkenprobe – wir sind schließlich im Schwarzwald, in dem es schon immer hoch herging.

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