Katia & Marielle Labèque

ll Giardino Armonico

Das berühmteste aller Pianistenduos spielt Mozart auf Hammerklavieren. Einst gewannen Katia und Marielle Labèque für Gershwins „Rhapsody in Blue“ die Goldene Schallplatte. Doch ein Mozart klingt auf Hammerklavieren intimer, auch romantischer, wenn auch auf höfische Art. Das französische Schwesterduo geht interpretatorisch mit der Zeit und tritt im Festspielhaus im Verbund mit dem Barockorchester „Il Giardino Armonico“ auf - unter dem Flötisten und Chefdirigenten Giovanni Antonini, dessen Ensemblename bereits auf den intimen Zauber des Ergebnisses verweist: „Der Harmonische Garten“.

Programm

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 43 Es-Dur „Merkur“

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert Nr. 7 für zwei Hammerklaviere und Orchester F-Dur KV 242 „Lodron-Konzert“

Joseph Martin Kraus
Ouvertüre zur Schauspielmusik „Olympie“

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert Nr. 10 für zwei Hammerklaviere und Orchester Es-Dur KV 365

Veranstaltungsende: 20:50 Uhr

Künstler

Katia Labèque Klavier
Marielle Labèque Klavier
Giovanni Antonini Dirigent
Il Giardino Armonico

Für Ihren Pausentalk

Spannende Fakten, mit denen Sie nicht gerechnet haben

Royale Rokokoromantik

„Das Schloss ist verweist, die Herrschaften in der Jagdresidenz.“ So abweisend gab man sich im späten 18. Jahrhundert, als man noch höfisch war, dabei aber bereits ganz intim. Das Rokoko spiegelte die Gefühlskultur des Adels. Der Glanz der Mozart’schen Klavierkonzerte blieb durch Kerzenlicht gedämpft. In kaum einem von Haydns späteren Werken klingt ein Adagio so privat wie in dessen Merkur-Sinfonie.

Nuancen wie beim Wein: das Hammerklavier

„Gravicembalo col piano e forte“: Seine tiefen, mittleren und hohen Lagen klingen unterschiedlich, was der gesteigerten Sinnlichkeit der Zeit entsprach. Solche Verfeinerungen wurden im bürgerlichen 19. Jahrhundert als „unsauber“, weil inhomogen empfunden und allmählich wieder aufgegeben zugunsten einer einheitlichen, „sauberen“ Tonskala.

Zugabe!

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