Zauberkünstler

Das Solistenensemble in „Die Frau ohne Schatten“

Ein großes Märchen sollte es sein, eine „Zauberflöte“ fürs 20. Jahrhundert, die „letzte romantische Oper“: Richard Strauss und Textdichter Hugo von Hofmannsthal hatten sich Allergrößtes vorgenommen für „Die Frau ohne Schatten“. Entsprechend sind die Herausforderungen an die Sängerinnen und Sänger. Ihnen wird die ganze Palette abverlangt: süß wie Mozart, kräftig wie Wagner. Da muss man zaubern können! Diese fünf können es:

Elza van den Heever

Die Kaiserin

In der Saison 2021/22 gastierte die in Südafrika geborene Sopranistin als Leonore in Beethovens „Fidelio“ an der San Francisco Opera, als Elsa in Calixto Bieitos Inszenierung von Wagners „Lohengrin“ an der Staatsoper Berlin, in der Titelrolle von Händels „Rodelinda“ an der Metropolitan Opera New York, als Chrysothemis in Straussʼ „Elektra“ an der Opéra National de Paris sowie als Giorgetta und als Suor Angelica in Puccinis „Il trittico“ an der Oper Frankfurt.

Ihr Rollendebüt als Kaiserin in „Die Frau ohne Schatten“ gab Elsa van den Heever 2020 in einer konzertanten Aufführung unter der Leitung von Yannick Nezét-Séguin. An der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam debütierte sie kurz darauf in einer szenischen Produktion. An der Metropolitan Opera New York ist Elza van den Heever seit ihrem Debüt im Jahr 2012 als Elisabetta in Donizettis „Maria Stuarda“ regelmäßig zu Gast. Unter Kirill Petrenko war sie Solistin in Mahlers Sinfonie Nr. 8 mit dem Bayerischen Staatsorchester, mit dem Metropolitan Opera Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin interpretierte sie in der New Yorker Carnegie Hall Straussʼ „Vier letzte Lieder“.

Iréne Theorin

Die Färberin

Als dramatische Sopranistin wird die schwedische Künstlerin weltweit gefeiert. Sie gastiert an der großen Opernhäusern rund um den Globus: an der Mailänder Scala, der Metropolitan Opera New York, am Königlichen Opernhauses Covent Garden in London, an der Staatsoper Unter den Linden und der Bayerischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper und der Opéra National de Paris, in Tokio, San Francisco, Kopenhagen, Barcelona und Budapest. Regelmäßig tritt sie bei den Salzburger Festspielen und bei den Bayreuther Festspielen auf.

Iréne Theorin zählt zu den großen Wagner-Interpretinnen, als Brünnhilde, Ortlinde oder Isolde ist sie international gefragt. Dirigenten wie Daniel Barenboim, Zubin Mehta und Lorin Maazel haben mit ihr zusammengearbeitet. 2022 ist sie als Brünnhilde in der neuen Bayreuther „Ring“-Inszenierung von Valentin Schwarz zu erleben. Zu ihren Strauss-Partien zählen die Titelrollen in „Elektra“ und „Ariadne auf Naxos“, eine weitere wichtige Rolle ihres Repertoires ist Puccinis Turandot.

Wolfgang Koch

Barak, der Färber

Wolfgang Kochs Repertoire umfasst die großen Baritonpartien des deutschen und italienischen Fachs. Er sang Wotan/Wanderer im „Ring des Nibelungen“ sowohl bei den Bayreuther Festspielen als auch in München unter Kirill Petrenko. Zu seinen weiteren Wagnerpartien zählen Amfortas, Klingsor, Holländer, Kurwenal, Telramund, Hans Sachs und Alberich, in Gastspielen in Berlin, München, Hamburg und bei den Salzburger Festspielen. Sein Debüt an der Metropolitan Opera New York gab er 2019 als Scarpia in Puccinis „Tosca“.

Barak zählt zu seinen wichtigsten Partien, in Engagements an der Wiener Staatsoper, an der Bayerischen Staatsoper, in Hamburg und bei den Salzburger Festspielen. Unter der Leitung von Kirill Petrenko sang er in der Saison 2019/20 Jochanaan in „Salome“, weitere Strauss-Partien seines Repertoires sind Mandryka in „Arabella“ und Graf in „Capriccio“.

Michaela Schuster

Die Amme

Die Mezzosopranistin gastiert regelmäßig auf so bedeutenden Bühnen wie der Wiener Staatsoper, der Berliner Staatsoper Unter den Linden, der Mailänder Scala, dem Königlichen Opernhaus Covent Garden in London, der Metropolitan Opera New York, der Staatsoper Paris und dem Teatro Real in Madrid. Ihr Debüt im Festspielhaus Baden-Baden gab sie 2006 als Amneris in Robert Wilsons Inszenierung von Verdis „Aida“. Als Amme war sie bei den Salzburger Festspielen, an der Berliner Staatsoper, in Covent Garden und an der Mailänder Scala zu sehen. Zu ihren weiteren Strauss-Partien zählen Clairon in „Capriccio“, die Titelrolle und Herodias in „Salome“ sowie Klytämnestra in „Elektra“. Als gefragte Wagner-Interpretin sang sie Sieglinde, Fricka und Waltraute in „Die Walküre“, Fricka in „Das Rheingold“, Kundry in „Parsifal“, Venus in „Tannhäuser, Ortrud in „Lohengrin“, Brangäne in „Tristan und Isolde“ und Fricka in „Walküre und „Rheingold“. Weitere wichtige Partien ihres aktuellen Repertoires sind Frau Reich in Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“ an der Berliner Lindenoper und Madame de Croissy in Poulencs „Dialogues des Carmélites“ in San Francisco, Paris und an der Wiener Staatsoper.

Clay Hilley

Der Kaiser

In der Saison 2019/20 sang der US-amerikanische Heldentenor den Tambourmajor in Bergs „Wozzeck“ an der Metropolitan Opera New York, als Father Grenville in Jake Heggies „Dead Man Walking“ gab er sein Debüt an der Lyric Opera Chicago. In der anschließenden Saison war er unter der Leitung von Antonio Pappano als Stolzing in Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ mit der Accademia Nazionale di Santa Cecilia zu hören. Nach Engagements als Siegfried in Chicago sang er in der Saison 2021/22 dieselbe Rolle in Stefan Herheims Inszenierung von Wagners „Der Ring des Nibelungen“ an der Deutschen Oper Berlin. An der Niederländischen Nationaloper gastierte er in der Titelpartie von Zemlinskys „Der Zwerg“. Als Strauss-Interpret konnte er sich in den USA profilieren: Menelas in „Die ägyptische Helena“ sang er für die Odyssey Opera in Boston, als Schweiker von Gundelfingen in „Feuersnot“ war er in der New Yorker Carnegie Hall zu erleben.