07.04.26

Ein Requiem, das zutiefst bewegt

Joana Mallwitz bringt das „War Requiem“ eindrucksvoll auf die Bühne

Benjamin Brittens „War Requiem", dirigiert von Joana Mallwitz, beeindruckte bei den Osterfestspielen mit klanglicher Wucht. Mit dem Mahler Chamber Orchestra, dem Tschechischen Philharmonischen Chor Brünn, dem Philharmonia Chor Wien, den Solisten Bogdan Volkov, Matthias Goerne und der Solistin Irina Lungu auf der Bühne und Cantus Juventum auf dem Seitenbalkon war der ganze Saal erfüllt von bewegender Musik. Hier sehen Sie die schönsten Momente des Konzerts.

Das sagt die Presse

„Der Sopransolistin Lungu obliegt die führende Stimme der allgemeinen Trauergesänge im lateinischen Text. Ganz die Operndiva im opulenten, schwarzen Kleid bringt sie eine dramatische Stimme mit, die die Kraft besitzt, sich von der Position zwischen Orchester und Chor aus selbst über Fortissimostellen durchzusetzen, scharf, schneidend, anklagend."

„Tenor Volkov bietet die oft grausame Lyrik mit großer innerer Anteilnahme und schlankem, hellem Tenor klar, deutlich und ohne Pathos dar. Aber gerade die Sicht von außen auf die Ereignisse gibt dem Ganzen eine scherenschnitthafte Schärfe."

„Mallwitz bietet eine vielschichtige, eine bis ins kleinste Detail durchdringende Deutung des erschütternden Werkes. Mit eleganten Bewegungen webt sie, fordert, holt Klänge heraus, wird größer, geht in die Knie und zeigt eine fast hypnotische Sprache mit dem ganzen Körper. Bis in die Tiefen gräbt sie nach der Dunkelheit, dem Irrsinn, der Verlorenheit."

O-Ton, Kulturmagazin 

„Überzeugen kann der Chor vor allem in den dramatischen Passagen wie im „Dies irae“ - der Klang beim „Hosanna“ hat enorme Strahlkraft. Und auch das zerklüftete, rhythmisch verzwickte „Quam olim Abrahae“ gelingt im Zusammenwirken mit dem beweglichen Mahler Chamber Orchestra dicht und dramatisch."

„Es ist aber auch das großartige Solistenensemble, das diesem „War Requiem“ hohe Glaubwürdigkeit verleiht."

„Schon beim „Lohengrin“ horchte man auf angesichts der Transparenz und der Detailgenauigkeit der Interpretation. Auch bei Brittens „War Requiem“ hat Mallwitz mit ihrer präzisen Schlagtechnik koordinatorisch alles im Griff, um dann größere Linien zu ziehen, die Balance gut zu justieren und die Spannung zwischen den einzelnen Nummern hochzuhalten."

„Die im Orchester positionierte russische Sopranistin Irina Lungu kann mit ihrem enormen dramatischen Potential jederzeit aus dem Vollen schöpfen. Der ukrainische Tenor Bogdan Volkov berührt mit leuchtendem Timbre und einem wunderbaren Legato. Matthias Goerne wird zum einfühlsamen Erzähler, der mit seinem warmen Bariton gerade die Zwischentöne hörbar macht und mit seiner Präsenz das große Festspielhaus zu einem intimen Ort des Zusammenkommens werden lässt."

Badische Neueste Nachrichten

Osterfestspiele 2027

„In des Lebens Frühlingstagen …“ – mit diesen Worten aus unserer Festspiel-Oper laden wir Sie auf einen Spaziergang durch das Programm der Osterfestspiele 2027 ein. Sie haben die Oper sicherlich erkannt: Joana Mallwitz und das Mahler Chamber Orchestra eröffnen das Festival mit „Fidelio“, jenem Werk, in dem Beethoven den Zusammenhang von persönlicher Hoffnung und gesellschaftlicher Verantwortung eindringlich formulierte. Auch Klaus Mäkelä und das Royal Concertgebouw Orchestra prägen die Festspiele, von der „Missa solemnis“ bis zu großen Orchesterwerken des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Osterfestspiele weisen wie stets weit über ein Werk, einen Stil, eine Epoche hinaus. Mozart tritt an die Seite Beethovens, Romantik trifft auf Moderne – und immer wieder hören wir, wie sehr sich große Musik über die Jahrhunderte gegenseitig erhellt. Was alle Programme dieser Osterfestspiele verbindet, ist der Glaube an die Kraft des persönlichen Ausdrucks. Die Musik erzählt uns von Mut, Zweifel, Licht und Dunkelheit – und davon, dass Kunst uns immer wieder Räume öffnet, in denen wir uns selbst begegnen können. 

Zu den Osterfestspielen 2027

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