Raum für Ideen

Künstlerinnen und Künstler sollen Baden-Baden wieder zu ihrem Ideenraum machen. Im Rahmen der Pressekonferenz zum neuen Jahresprogramm 2023 betonte Benedikt Stampa, dass er mit Festivals und künstlerischen Brücken einen geistigen Raum durchmessen möchte, wie es schon im 19. Jahrhundert in Baden-Baden üblich war.

Der Intendant sagt: „Wir schauen nicht bedauernd in die Vergangenheit, sondern mit Mut und Zuversicht nach vorne. Die politische Gegenwart ist Teil unseres Schaffens und unser Programm, das sich aus der ästhetischen Geschichte und historischen Quelle Baden-Badens speist, ist in Summe unsere Antwort auf die Hoffnungen der Gegenwart. In Baden-Baden wurde immer schon Politik gemacht, und Künstlerinnen und Künstler schufen hier den geistigen Raum für große Ideen. Das ist auch mein Ansporn im Jubiläumsjahr.

Ich verstehe das Festspielhaus Baden-Baden und unsere Stadt als ein wichtiges künstlerisches Zentrum, das kein Fluchtpunkt ist, sondern ein Ort der Demokratie, der europäischen Werte und der Schönheit.

Wir erleben Musik nicht weltfremd und vergangenheitsbezogen, sondern als humanistischen Aufruf an alle Menschen. Dabei gönnen wir uns auch und immer mit großer Freude Konzerte, Opernaufführungen und Ballette, die uns gefühlvoll wegtragen in eine „bessere“ Welt. Das ist für mich der moderne „Sehnsuchtsort“ – er bietet Perspektive und Hoffnung.“