15.03.21

"Ich muss oft fremdgehen!"

Harfinist Xavier de Maistre im Exklusiv-Interview

Der beste an der Harfe - Xavier de Maistre, ist ein gern gesehener Gast im Festspielhaus. Am Samstag den 9. November kommt der Virtuose mit eigens zusammengestellten Werken, die den Hörer in einen Zustand der Verzückung versetzen, dem Ideal einer Zeit gemäß, die mit dem Himmel selbst um Glückseligkeit wetteiferte - dem Barock.

Wir hatten die Gelegenheit im Vorfeld mit dem Harfinisten über sein Instrument und seinen Werdegang zu sprechen...

Seit 2012 kommen Sie regelmäßig ins Festspielhaus und füllen den großen Saal mit ihrer Harfe. Viele sagen ja, dass es ein zartes Instrument ist: Wie sehen Sie das und was ist das für ein Gefühl, wenn der große Saal mit Ihren Klängen erfüllt wird?

Ohne eine gute Akustik hilft das beste Instrument auch nichts! Der Saal ist für mich genauso wichtig. Das Festspielhaus Baden-Baden ist für mich ganz besonders, weil es in allen Besetzungen fantastisch klingt, egal ob Oper, Orchester, Stimme oder Solo-Instrument. Die Harfe klingt wunderschön dort und ich freue mich besonders wieder in Baden-Baden zu musizieren.

Spielen Sie in jedem Konzert auf Ihrer eigenen Harfe und was macht sie besonders?

Leider nicht. Ich muss oft fremdgehen! Ein wenig wie die Pianisten werden mir oft Harfen vor Ort zur Verfügung gestellt. Aber diesmal werde ich auf einer meiner Harfen spielen dürfen.

2010 haben Sie ihre Stelle bei den Wiener Philharmonikern aufgegeben, um als Solist aufzutreten. Wie war der Anfang für Sie und wo stehen Sie jetzt?

Ich hätte damals nie hoffen können, dass meine Karriere sich so entwickeln würde. Mir wurden immer gesagt, dass man mit der Harfe keine Solo-Karriere machen kann. Jetzt spiele ich jede Woche als Solist mit guten Orchester in wunderschönen Sälen… Meine größten Träumen wurden übertroffen!

Stand: 15.03.2021