Cecilia Bartoli und die Berliner Philharmoniker in Baden-Baden

November-Programm soll besonderen Werken Gehör verschaffen

Bild, welches La Cenerentola Bartoli C Salzburger Festspiele Silvia Lelli zeigt. © Salzburger Festspiele Silvia Lelli
© Salzburger Festspiele Silvia Lelli

„Es gilt wieder der Kunst“. Baden-Badens Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa stellte heute (21.09.2020) das November-Programm seines Hauses vor, in dem unter anderem die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Kirill Petrenko, die Mezzosopranistin Cecilia Bartoli und die Münchner Philharmoniker zu erleben sind.

„Trotz oder gerade wegen der besonderen Umstände ist es mir ein Anliegen als Intendant, künstlerische Botschaften anstelle einer Event-Beliebigkeit in den Vordergrund zu stellen“, sagte Benedikt Stampa. „Wir veranstalten nicht, um zu veranstalten, sondern um der Musik, den Komponisten und den Interpreten Gehör zu verschaffen.“

„Ich bin sehr froh, dass wir mit Cecilia Bartoli und ‚La Cenerentola’ trotz der Pandemie die Oper zurück nach Baden-Baden holen können. Es ist jetzt ganz wichtig, dass wir gerade die derzeit „unmöglichste“ Kunstform mit einem cleveren Sicherheitskonzept ermöglichen. Dafür steht Baden-Baden: dem Besonderen Zeit und Raum zu geben. Mit Cecilia Bartoli werden Erinnerungen an große Sängerinnen des 19. Jahrhunderts wieder wach. Pauline Viardot, Maria Malibran – dafür bebte die Musikstadt Baden-Baden einmal“, so Benedikt Stampa.

Die halbszenischen Aufführungen von „La Cenerentola“ (Aschenputtel) finden am 6. und 8. November statt.


Auftragswerk und Schostakowitsch mit den Berliner Philharmonikern

Die Berliner Philharmoniker kommen am 7. November mit ihrem Chefdirigenten Kirill Petrenko nach Baden-Baden. Auf dem Programm stehen Richard Strauss‘ „Metamorphosen“, das Auftragswerk „Sabina“ – eine Komposition ausschließlich für Streicher von Andrew Norman – sowie die neunte Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch.

Mit diesem Konzert möchten die Berliner Philharmoniker ihre besondere Verbundenheit mit Baden-Baden ausdrücken, wo sie seit 2013 die Osterfestspiele gestalten. In diesem Jahr musste das Festival als Folge des Lockdowns im Frühjahr komplett abgesagt werden. „Ich freue mich, dass die Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko mit einem überraschenden Programm kommen“, so Benedikt Stampa, „da setzen die fantastischen Musikerinnen und Musiker wieder einmal reizvolle Kontraste zum oft Gehörten – es gilt eben der Kunst.“

Im weiteren Verlauf des Novembers kommen Violinistin Julia Fischer und das Orchestra dell’Accademia Nazionala di Santa Cecilia aus Rom unter der Leitung von Antonio Pappano mit einem Mozart-Programm (13.11.), die lettische Mezzosopranistin Elīna Garanča mit einem Liederabend (14.11.) und der deutsche Jazz-Trompeter Till Brönner mit einer Band (15.11.) nach Baden-Baden.


Residenz der Münchner Philharmoniker

Unter der Leitung von Thomas Hengelbrock spielen die Münchner Philharmoniker am 28. und 29. November 2020 Konzerte mit dem türkischen Pianisten Fazil Say. Der Chefdirigent des Münchner Orchesters, Valery Gergiev, dirigiert ebenfalls zwei Konzerte am 5. und 6. Dezember.

„Wir blicken jetzt bereits in den Dezember, weil an dieser Stelle vor der Corona-Pandemie mit unserer Neuproduktion „Salome“ eine große Oper im Programm stand“, sagt Intendant Benedikt Stampa. „Diese Produktion ist unter den aktuellen Hygiene-Bestimmungen allerdings nicht machbar, wir können derzeit noch nicht wieder eine ‚Richard-Strauss-Orchesterbesetzung‘ mit über 100 Musikerinnen und Musikern im Orchestergraben platzieren.“

Ganz bewusst möchte Benedikt Stampa das November-Programm auch als Unterstützung für den Tourismus in der Region Baden-Baden verstanden wissen. „Wir haben künstlerisch starke Wochenenden zusammengestellt, und ich würde mich freuen, wenn wir damit wieder viele Gäste anlocken.“

Das international geprägte November-Programm des Festspielhauses wird vorbehaltlich weiterer Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie am 5. Oktober 2020 in den Vorverkauf gehen. Besucherinnen und Besucher, die bereits Eintrittskarten für Veranstaltungen im November 2020 erworben hatten, werden in diesen Tagen individuell informiert. Sie erhalten ein Vorbuchungsrecht für den „Corona“-Saalplan, in dem Sicherheitsabstände gewahrt werden können. Dafür werden allen Ticket-Inhabern neue Plätze angeboten.

Weitere Informationen und Wartelisten-Reservierungen - Vorverkauf ab 5. Oktober:

www.festspielhaus.de – Tel. 07221 / 30 13 101

Bild, welches La Cenerentola Bartoli C Salzburger Festspiele Silvia Lelli zeigt.
Fr. 06.11.20So. 08.11.20 Cecilia Bartoli: La Cenerentola

Komische Oper von G. Rossini - Halbszenische Aufführung

Bild, welches Petrenko 130418 054 C Rittershaus zeigt.
Sa. 07.11.20 Kirill Petrenko & Berliner Philharmoniker

Die 9. Sinfonie von Schostakowitsch und Metamorphosen von Richard Strauss

Bild, welches Julia Fischer 2018 C Uwe Arens 4224 zeigt.
Fr. 13.11.20 Julia Fischer und Antonio Pappano

Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia spielt Mozart

Bild, welches Garanca 2016 09 C Holger Hage zeigt.
Sa. 14.11.20 Elīna Garanča

ABGESAGT: Lieder von R. Strauss, S. Rachmaninow und spanische Zarzuelas; Vorverkauf ab 5.10.20

Bild, welches Till Brönner On Vacation Credit Gregor Hohenberg zeigt.
So. 15.11.20 Till Brönner

Neues Material aus seinem Album "On Vacation"

Bild, welches Bild2 Gergiev Foto Alexander Shapunovsw zeigt.
Sa. 05.12.20 Valery Gergiev und Mao Fujita

Musik von Beethoven und Brahms; Münchner Philharmoniker; Programmänderung

Bild, welches Gergiev 2004 C Borggreve zeigt.
So. 06.12.20 Valery Gergiev und Michael Volle

Münchner Philharmoniker; Musik von Mussorgsky und Tschaikowsky

Bild, welches Volle Michael7459@ Gisela Schenker Scaled zeigt.
So. 06.12.20 Die Winterreise

Michael Volle Bariton, Helmut Deutsch Klavier