Jan Josef Liefers

Der gebürtige Dresdner begann seine Karriere in Berlin und am Thalia Theater Hamburg, wo er in Inszenierungen von Jürgen Flimm, Robert Wilson und Werner Schroeter zu sehen war. 1989 gab er als Alexander von Humboldt in Rainer Simons „Die Besteigung des Chimborazo“ sein Kinodebüt. Den Durchbruch erlebte er 1997 in Thomas Jahns „Knocking on Heaven’s Door“ und in Helmut Dietls Mediensatire „Rossini“. 
Seit 2002 ist er mit Axel Prahl als Münsteraner „Tatort“-Duo zu sehen, ausgezeichnet mit der „Goldenen Kamera“. Als Darsteller und Regisseur erhielt er Ehrungen wie den Adolf- Grimme-Preis, den „Bambi“ oder den Bayerischen Fernsehpreis. Für seine Rolle in Lisa Ohlins Kinofilm „Simon“ wurde er mit dem schwedischen Filmpreis ausgezeichnet. 1999 ging er erstmals mit seiner Band auf Tournee. Aus dem Tournee-Programm „Soundtrack meiner Kindheit“ entstand 2009 sein erstes biografisches Buch. 
In Prokofjews „Iwan der Schreckliche“ mit den Wiener Philharmonikern, Gérard Depardieu und Riccardo Muti war er bei den Salzburger Festspielen zu Gast, in Jürgen Flimms „Wissen Sie, wie man Töne reinigt – Satisfaktionen“ stand er auf der Bühne der Berliner Staatsoper. Er gestaltete einen Offenbach-Abend mit Vesselina Kasarova, machte mit Loriots „Der Ring an einem Abend“ unter anderem in Baden-Baden Station und sprach an der Semperoper Loriots Zwischentexte für Bernsteins „Candide“. 
Für sein soziales Engagement erhielt Jan Josef Liefers 2011 das Bundesverdienstkreuz.