20.3. - 29.3.27

Osterfestspiele Baden-Baden

Das Programm 2027

SA 20.3.27/DI 23.3.27/SO 28.3.27

BEETHOVEN: FIDELIO

Neuinszenierung – Joana Mallwitz, Mahler Chamber Orchestra

Als Clara und Robert Schumann um ihre gemeinsame Zukunft kämpften, fanden sie Trost in einem Opernpaar: Florestan und Leonore aus Fidelio. Nun eröffnen Joana Mallwitz und das Mahler Chamber Orchestra mit diesem Meisterwerk die Osterfestspiele 2027. Beethovens überaus mitreißende, sinfonisch gestaltete Opernmusik feiert Helden, die ihren Wunsch nach persönlichem Glück mit dem nach allgemeiner Freiheit verbinden. Anders als üblich rettet hier eine Heldin ihren Helden: Bei uns ist es Vera-Lotte Boecker, „Sängerin des Jahres 2022“ in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „Opernwelt“. Den Florestan singt der in Amerika überaus populäre Tenor Sean Panikkar. Krzysztof Warlikowski, der Regisseur der Inszenierung, wurde bereits mit dem Goldenen Löwen der Biennale von Venedig für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

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SO 21.3.27

LUCAS & ARTHUS JUSSEN

Mozarts Meisterwerke

„Mir ist so wunderbar“: Beethovens berühmter Kanon aus Fidelio geht direkt auf ein Vorbild aus Mozarts Oper „Così fan tutte“ zurück. So liegt es nahe, während der Osterfestspiele auch den Salzburger Meister zu ehren. Sein Klavierkonzert Nr. 10 schrieb Wolfgang Amadeus Mozart ausdrücklich für sich und seine Schwester Nannerl – wir vertrauen diese witzig-verspielte Musik den berühmten Brüdern Lucas und Arthur Jussen an. Anschließend widmet sich der Abend Mozarts Spätwerk und endet mit der berühmtesten Sinfonie des Meisters: ein leidenschaftliches Werk, das die Stürme der Romantik bereits in sich trägt.

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MO 22.3.27

BEETHOVEN: MISSA SOLEMNIS

Klaus Mäkelä, Royal Concertgebouw Orchestra

Beethovens „Missa solemnis“ ist weniger ein liturgisches Werk als eine geistige Erfahrung. Der Komponist selbst nannte sie seine „größte Komposition“ – ein in D‑Dur strahlendes Schwesterwerk zur neunten Sinfonie in d‑Moll. Das „Dona nobis pacem“, „Gib uns deinen Frieden“, lässt niemanden unberührt. Das Stück ist ein Statement – und eine Visitenkarte für das Royal Concertgebouw Orchestra und seinen Chefdirigenten Klaus Mäkelä.

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MI 24.3.27

SCHUMANN & BERLIOZ

Klaus Mäkelä, Royal Concertgebouw Orchestra

„Im Tale zieht der Frühling auf!“ Dieses Motto über Schumanns Sinfonie kann man sogar mitsingen! Auf die Trompetenfanfare, mit der das ausgelassene Werk beginnt, folgt Musik voller Aufbruch. Schumann hatte eine optimistische Musik im Sinn, die mit dem Frühling auch eine schönere Zukunft begrüßt. Sein Zeitgenosse Berlioz hingegen wollte mit seiner Sinfonie sein Leben nacherzählen – und eine Frau beeindrucken. Genial sind beide Werke: zwei Hits des Repertoires, die hier einmal im selben Konzert aufgeführt werden.

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DO 25.3.27

SIBELIUS: VIOLINKONZERT

Klaus Mäkelä, Renaud Capuçon

Es wäre Beethovens ausgelassenste Sinfonie – wenn da nicht der Trauermarsch im zweiten Satz wäre! Der ist dafür dann auch weltberühmt geworden, Sie werden ihn sicherlich aus Film und Fernsehen kennen. Ansonsten wird gefeiert: Richard Wagner hat Beethovens Sinfonie als eine „Apotheose des Tanzes“ bezeichnet. Und wo wir schon bei Tänzen sind: Das Finale von Sibelius’ Violinkonzert nannten Zeitgenossen des finnischen Komponisten eine „Polonaise für Eisbären“: nordisch, kernig, skandinavisch wie das ganze Werk - dabei so virtuos, dass man eines der wichtigsten Geigenwettbewerbe nach Sibelius benannte. Der Klassikhit wird im Festspielhaus von Frankreichs Geigenstar Renaud Capuçon präsentiert.

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FR 26.3.27

MOZART: REQUIEM

Joana Mallwitz, Mahler Chamber Orchestra

Mozarts berühmtestes Chorwerk trifft auf ein Beethoven-Stück, das erstaunlich selten erklingt: die „Chorfantasie“. Eine eigentümliche Mischung aus Chorkantate, Klavierkonzert und Klavierfantasie – und dazu die frühe Andeutung von „Freude, schöner Götterfunken“. Diese Melodie entlockt den Zuhörenden meist ein unwillkürliches Lächeln. Welch schönes Wiederhören! Kein Wunder, dass man das Werk gern Beethovens „kleine Neunte“ nennt.

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SA 27.3.27

SEONG-JIN CHO

Klavierabend

Sergej Prokofjew war selbst ein großer Pianist. Deshalb sind seine Klavierwerke ebenso virtuos wie dankbar. Sogar die Stücke aus seinem Ballett „Romeo und Julia“ klingen auf dem Klavier fast besser als im Orchester. Kein Wunder also, dass sich große Pianisten dieser Miniaturen annehmen – der in Berlin lebende Seong-Jin Cho zählt schon seit Jahren zu den bedeutendsten. In seinem Programm kombiniert er Prokofjew mit Mozart – und mit einer Sonate von Jörg Widmann, die sich mit ihrem Beinamen „Sonata facile“ hörbar auf den Salzburger Klassiker bezieht.

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MO 29.3.27

BUNDESJUGENDORCHESTER

Das Bundesjugendorchester stellt zwei Kultwerke der Moderne gegenüber: Arvo Pärts „Fratres“, ein meditatives Ritual, das wie alle Musik dieses Komponisten sofort ins Ohr springt – und Schostakowitschs fünfte Sinfonie, deren berstende Spannung in ein Finale mündet, dessen Wucht kunstvoll-doppeldeutig zwischen Anpassung und versteckter Kritik changiert. Zwei eindrucksvolle Werke, die einen perfekten Abschluss der Osterfestspiele 2027 bilden.

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