Beethoven-Jubiläum
Jahresprogramm 2027
Im Jahr 2027 jährt sich der Todestag Ludwig van Beethovens zum 200. Mal. Aus diesem Anlass erklingen nicht nur die ikonischen Werke des Komponisten, sondern auch selten aufgeführte Schätze. „Obwohl Beethoven in einer Zeit der Krisen und Zerstörung in Europa lebte, besaß er die einzigartige Gabe, durch seine Musik Trost zu spenden. Sein Werk gibt uns Kraft und den Glauben an eine bessere Zukunft. Darum ist seine Musik auch 200 Jahre nach seinem Tod so lebendig und relevant ist wie eh und je“, so Festspielhaus-Intendant Stampa.
Beethovens einzige Oper „Fidelio“ steht im Beethoven-Jahr im Zentrum. Die Neuinszenierung von Regisseur Krzysztof Warlikowski (Goldener Löwe 2021) feiert am 20. März 2027 Premiere bei den Osterfestspielen Baden-Baden. Unter der musikalischen Leitung von Joana Mallwitz musiziert das Mahler Chamber Orchestra, die Hauptrollen übernehmen Vera-Lotte Boecker als Leonore und Sean Panikkar als Florestan. An den Staatsopern Wien und Berlin, der New Yorker Metropolitan Opera sowie bei den Festspielen in Salzburg und Aix-en-Provence zuhause, geben die beiden jungen Gesangstars bei den Osterfestspielen ihr Festspielhaus-Debüt.
Der programmatische Beethoven- Schwerpunkt setzt sich fort: Klaus Mäkelä präsentiert bei den Osterfestspielen mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Beethovens Missa solemnis, die der Komponist selbst für sein bestes Werk hielt und die siebte Sinfonie – an einem Abend mit dem Sibelius-Violinkonzert, gespielt von Renaud Capuçon. Anne-Sophie Mutter interpretiert Beethovens Violinkonzert und Daniel Hope bei den Sommerfestspielen die Pastorale und das Tripelkonzert. Ein außergewöhnliches Erlebnis steht im Oktober an: Jan Lisiecki präsentiert als Solist und Dirigent mit der Academy of St Martin in the Fields an einem Wochenende sämtliche Klavierkonzerte Ludwig van Beethovens.
Den krönenden Abschluss dieses Beethoven-Jahres bildet Beethovens neunte Sinfonie, interpretiert von Iván Fischer und dem Budapest Festival Orchestra bei den Winterfestspielen. Die Sinfonie mit ihrer „Ode an die Freude“ kündet von weltumspannender Brüderlichkeit, Freiheit und der universellen Freude als verbindende Kraft der Menschheit und darf deshalb nicht fehlen.