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- Johann Sebastian Bach2. Brandenburgisches Konzert F-Dur5. Brandenburgisches Konzert D-Dur3. Brandenburgisches Konzert G-Dur1. Brandenburgisches Konzert F-Dur6. Brandenburgisches Konzert B-Dur4. Brandenburgisches Konzert G-Dur
Artists
Epochenspiegel
1685
Geburtsjahr Johann Sebastian Bachs.
Im selben Jahr wird der englische Dichter John Gay geboren, Autor der „Beggar’s Opera“, die im 20. Jahrhundert Bertolt Brecht als Vorlage zur „Dreigroschenoper“ diente.
Gewerbekrise in Frankreich wegen Flucht der Hugenotten ins Ausland. Im Edikt von Potsdam gewährt der Große Kurfürst den französischen Hugenotten eine sichere Heimstatt in Brandenburg.
1703
Bach wird als Lakai und Violinist am Hof Johann Ernst von Sachsen-Weimar angestellt.
Todesjahr des französischen Dichters Charles Perrault, dessen gesammelte und umgeschriebene Märchen aus mündlicher und schriftlicher Überlieferung die Gebrüder Grimm und Ludwig Bechstein beeinflusste.
Der russische Zar Peter I. gründet Petersburg als Regierungssitz.
1714
Bach wird Kapellmeister in Köthen.
Am 1. August besteigt Kurfürst Georg Ludwig von Hannover als Georg I. den britischen Königsthron. Die Personalunion zwischen England und Hannover besteht bis 1837.
Abschaffung der Hexenprozesse in Preußen.
Daniel Gabriel Fahrenheit aus Danzig führt die Fahrenheit-Temperaturskala ein.
1721
1723
Bach wird Thomaskantor in Leipzig.
Zitate
Da ich vor einigen Jahren das Glück hatte, mich vor Eurer Königlichen Hoheit auf Ihren Befehl hin hören zu lassen, und da ich dabei bemerkte, dass Sie einigen Gefallen an den kleinen gaben fand, die mir der Himmel für die Musik verliehen hat, und da beim Verabschieden mich Eure Königliche Hoheit mit dem Auftrag zu beehren beliebte, Ihr einige Stücke meiner Komposition zu übersenden: so habe ich denn gemäß Ihrem allergnädigsten Auftrag die Freiheit genommen, Eurer Königlichen Hoheit meine ergebensten Aufwartungen mit den vorliegenden Konzerten zu machen, die ich für mehrere Instrumente eingerichtet habe […].Johann Sebastian Bach, Vorrede der „Six Concerts avec plusieurs instruments“, gewidmet dem Mark¬grafen Christian Ludwig von Brandenburg-Schwedt. Köthen, 24. März 1721
Bach verlangt immer wieder das letztmögliche von seinen Musikern.Nikolaus Harnoncourt
Musiklupe
Gewagter Ausbruch
Das Cembalo auf ungewohnten PfadenFlöte, Violine, Cembalo: Eine ungewöhnliche Kombination von Soloinstrumenten, die ihr Verhältnis zueinander immer wieder neu ausloten müssen – ebenso wie ihre jeweilige Position gegenüber dem begleitenden Streicherensemble. Bach wählte für sein fünftes Brandenburgisches Konzert BWV 1050 eben diese drei Solisten, wobei das Cembalo die Zeitgenossen wohl am meisten aufhorchen ließ. Im Orchester hatte es bis dahin nämlich lediglich als Continuoinstrument für das harmonische Fundament zu sorgen.
Mit seinem solistischen Einsatz in einem Konzert betrat Bach also Neuland – möglicherweise angeregt durch ein neues „große[s] Clavecin […] mit 2 Claviaturen“ des Berliner Instrumentenbauers Michael Mietke, das der Komponist im März 1719 für die Köthener Hofkapelle persönlich in der königlichen Haupt- und Residenzstadt Preußens in Empfang nahm. Und dieser musikhistorisch erste konzertierende Auftritt eines Tasteninstruments fiel keineswegs bescheiden aus. Bach, selbst Virtuose, gestaltete ihn nämlich mit einer geradezu überschäumenden Brillanz, weshalb die beiden anderen Solisten streckenweise dominiert werden. In den letzten Minuten des Kopfsatzes bestimmt das Cembalo 65 Takte lang sogar vollständig das Geschehen: Es entfesselt eine von Bach mit Understatement schlicht als „Solo senza stromenti“ bezeichnete, improvisiert wirkende Kadenz, die erst in den niedergeschriebenen Konzertkadenzen Mozarts und Beethovens wieder ihresgleichen finden sollte. Erst im allerletzten Moment führt das wiederkehrende Grundthema im Orchester die überschäumende Musik zurück in geordnete Bahnen.
Markus Rathey
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