Zweimal Rachmaninow
Konzert mit Beatrice Rana, Yannick Nézet-Séguin und London Symphony Orchestra
Ausverkauftes Rachmaninow-Glück im Festspielhaus Baden-Baden: Yannick Nézet-Séguin, Beatrice Rana und das London Symphony Orchestra ließen die „Rhapsodie über ein Thema von Paganini“ op. 43 und die Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27 in voller Klangpracht strahlen. Blicken Sie auf den Abend zurück!
Das sagt die Presse
In Baden-Baden lässt Yannick Nézet-Séguin mit dem London Symphony Orchestra die Sonne aufgehen
Wie souverän war Beatrice Rana in Rachmaninows Rhapsodie zwischen Klavierraserei, messerscharf artikulierten Akkorden, versonnener, schwelgerischer Melodik und bedrohlich gehämmertem „Dies irae“! Und in jeder Sekunde mit dem wachen Londoner Orchester verwoben, das die Solistin auch an den lautesten Stellen nie übertönte.
Ein furioses Zusammenspiel aller solistischen Akteure, ein Fest dirigentischer Koordination, das sich in der auswendig geleiteten zweiten Symphonie Rachmaninows fortsetzte: ein Gefühlskoloss, der das Festspielhaus unter Strom setzte.
Die Sinfonie: Das ist Musik für Nézet-Séguin, da fallen Textanalyse und Expressivität zusammen, da kann er das Verhältnis von Melodik und Rhythmik durchleuchten, kann dramatisch verdunkeln und auflichten, kann steigern und steigern und im Adagio die Sonne aufgehen lassen über einer weiten, russischen Landschaft, die sich ins Paradies zu verklären scheint.
Wie bewegend klingen die Bratschen, die Pizzikati von Cello und Kontrabass! Einen Moment innehaltender Andacht gönnt sich der Dirigent, bevor es in die ausgelassene Orchesterfülle des Finales weitergeht.
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Atemlos bei Rachmaninow
Mit Stardirigent Yannick Nézet-Séguin erhielt das London Symphony Orchestra bei den Sommerfestspielen Standing Ovations.
Das Adagio im dritten Satz von Rachmaninows Zweiter war durchdrungen von leiser Energie, schwebend leicht, frei von jeder Sentimentalität. Als der letzte Ton verklungen war, schien für einen Augenblick die Zeit still zu stehen, so vollkommen war es.
Die Strukturen und Spannungsbögen der Sinfonie baute Nézet-Séguin vorzüglich, so dass wir nicht im nostalgischen Klangrausch versanken, sondern atemlos zuhörten. Es war ein Ereignis.
Der Herausforderung der Rhapsodie stellte sich Beatrice Rana mit Bravour. Sie spielte sehr konzentriert mit disziplinierter Leidenschaft, ständig im Dialog mit dem Dirigenten und Orchester.
Offenburger Tageblatt