Programme en version numérique

La Capitale d'EteConcert symphonique
Festspielhaus

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Wagner & Beethoven

London Symphony Orchestra

Événement passé

Programme

  • Ludwig van BeethovenConcerto pour violon et orchestre en ré majeur op. 61
  • Richard WagnerTroisième acte de « Tristan et Isolde »

Artistes

  • Sir Antonio PappanoDirection d'orchestre
  • Vilde FrangViolon
  • Sara JakubiakIsolde
  • Marina PrudenskayaBrangäne
  • Clay HilleyTristan
  • Franz-Josef SeligKönig Marke
  • Gyula OrendtKurwenal
  • Neal CooperMelot
  • Michael GibsonEin junger Seemann, Ein Hirt
  • James EmersonSteuermann

Epochenspiegel

1849-1854

1849 

Nach dem Dresdner Maiaufstand wird Richard Wagner als Revolutionär gesucht, er flieht in die Schweiz. 

1850 

Wagner veröffentlicht in Zürich mehrere folgenreiche Schriften, darunter „Oper und Drama“ und den antisemitischen Aufsatz „Das Judentum und die Musik“. In „Oper und Drama“ erklärt Wagner die Geschichte der Oper für einen „Irrtum“ und erklärt Beethovens Sinfonien, allen voran Beethovens Neunte, zum Anknüpfungspunkt für seine „Musikdramen“. 

Erster regelmäßiger Schiffsverkehr zwischen Hamburg und New York, viele Flüchtlinge der Revolutionsjahre 1848/49 wandern in die USA aus. 

1851 

Wagner beginnt die Arbeit am „Ring des Nibelungen“, Liszt dirigiert die Uraufführung des „Lohengrin“ in Weimar. 

1854 

Schopenhauers „Die Welt als Wille und Vorstellung“ wird zum prägenden Lektüreerlebnis Wagners. 

Uraufführung von Goethes „Faust II“ in Hamburg. 

Illustration des Dresdner Opernhauses nach den revolutionären Maiaufständen 1849.
1857-1863

1857 

Wagner und seine Ehefrau Minna beziehen ein Haus auf dem Villengelände der Wesendoncks bei Zürich. Nachdem er die Idee schon einige Zeit mit sich herumgetragen hatte, beginnt Wagner beginnt die Arbeit an „Tristan und Isolde“. Mathilde Wesendonck wird seine Muse. 

Gustave Flaubert steht wegen der „Unsittlichkeit“ seines Romans „Madame Bovary“ in Paris vor Gericht: Freispruch. 

1858 

Wagners Nähe zu Mathilde Wesendonck wird untragbar, Trennung von Minna, Vollendung von „Tristan und Isolde“ in Venedig und Luzern. 

1860 

Im August reist Wagner nach Baden-Baden, um die preußische Prinzessin Augusta für seine vollständige Amnestie zu gewinnen. 

1863 

Nach beinah 80 Proben gibt Wagner den Plan einer Uraufführung des „Tristan“ in Wien auf. 

Im November Konzerte mit „Tristan“-Auszügen in Karlsruhe, Wagner besucht in Baden-Baden Pauline Viardot. 

1865-1886

1865 

Uraufführung von „Tristan und Isolde“ in München unter Hans von Bülow. 

1871 

Baden-Baden bietet Wagner den Bau eines Festspielhauses an – der hat sich schon für Bayreuth entschieden. 

Der deutsch-französische Krieg endet mit der Niederlage Frankreichs und der Reichsgründung unter Kaiser Wilhelm I. 

1876 

Erste Festspiele in Bayreuth mit der Uraufführung des kompletten „Ring des Nibelungen“. 

1883 

Wagner stirbt in Venedig. 

1886 

Erste Aufführung von „Tristan und Isolde“ bei den Bayreuther Festspielen. 

Musiklupe

Warten auf die Violine

Beethoven forderte sein Publikum heraus

Dass sich Beethoven mit seinem Violinkonzert der gängigen Virtuosenpraxis seiner Zeit verweigern wollte, liegt auf der Hand: Er verzichtete weitgehend auf den Einsatz von Doppelgriffen, auf die kompliziert zu greifenden Flageolett-Töne mit ihrem sphärisch-hauchigen Klang sowie eine differenziertere Bogentechnik. Und doch geht es in dem Werk sehr virtuos zu. Allerdings fokussierte sich der Komponist nach französischem Vorbild auf Oktavsprünge und das kunstvolle Umspielen melodischer Linien. 

Das Publikum seiner Zeit stellte die Musik dennoch vor viele Probleme. Nach dem verblüffenden Anfang in den Pauken, dem ausgiebig im Orchester und ganz ohne Beteilung der Solovioline die Vorstellung der beiden Themen des ersten Satzes folgt, verblüfft Beethoven auch zu Beginn des langsamen zweiten Satzes: Viermal nacheinander erklingt ein Lied-Thema, das ausschließlich von den Orchesterinstrumenten gespielt wird – von gedämpften Streichern, Klarinette, Fagott und schließlich vom Tutti. Der Solovioline ist zunächst nur die Funktion zugedacht, die Hauptmelodie zu umranken. Erst im zweiten Abschnitt präsentiert sie ein eigenständiges Thema und leitet schließlich mit einer Kadenz zum Schlussrondo über. 

Harald Hodeige 

Vilde Frang mit ihrer Guarneri aus dem Jahr 1734.

Zitate

Das Ehepaar Ludwig und Malvina Schnorr von Carlsfeld sang die Titelrollen von „Tristan und Isolde“ bei der Uraufführung 1865 in München.
Es gab Zeiten, wo ich keine Aufführung des „Tristan“ im Münchner Hoftheater versäumte, dieses höchsten und gefährlichsten unter Wagners Werken, das in seiner sinnlich-übersinnlichen Inbrunst, seiner wollüstigen Schlafsucht recht etwas für junge Leute ist, für das Alter, wo das Erotische dominiert.
Der Schriftsteller Thomas Mann, 1927
[Eine] abstoßend barbarische, fast tierische Sache, dieses Aufeinanderlosbrüllen zweier Geschöpfe in Liebesbrunst, wie er es praktiziert.
Der Dichter Hugo von Hofmannsthal über Wagner in einem Brief an den Komponisten Richard Strauss, 1910
Der ganze „Tristan“ war die prachtvollste Belcanto-Oper, nach der die Herrn Hanslick und Spießgesellen stets so vergebens seufzen.
Richard Strauss in einem Brief, den er an seinem 24. Geburtstag im Jahr 1888 nach einem „Tristan“-Probenbesuch in Bologna verfasste, mit einer Spitze gegen den Wiener Musikkritiker Eduard Hanslick

Wir danken

Patenschaft: Hannelore Pütz-Sparberg

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