- Startseite
- Magazine
- Eröffnungsjubel für die Sommerfestspiele
Eröffnungsjubel für die Sommerfestspiele
Ein festlicher Auftakt der Sommerfestspiele: Yannick Nézet-Séguin und das Chamber Orchestra of Europe begeisterten mit Werken von Schubert, Weber und Mendelssohns „Italienischer“. Hier noch einmal die schönsten Momente im Überblick!
Pressestimmen
Publikumsliebling Yannick Nézet-Séguin wusste als glänzender Motivator mit dem Chamber Orchestra of Europe zu überzeugen.
Bei Schuberts „Unvollendeter“ lässt Nézet-Séguin, dessen expressive Körpersprache seine Musiker zu Höchstleistungen inspiriert, kein Detail unbeleuchtet.
Glücklich schätzen kann sich das Chamber Orchestra of Europe, einen exzellenten Solisten wie Romain Guyot zu haben, der Webers Klarinettenkonzert souverän-einfühlsam im sehr gut besuchten Festspielhaus Baden-Baden musiziert. Mit geschmeidig-flexiblem Ton gestaltet er geradezu szenisch.
Mendelssohns „Italienische“: Bei aller vorantreibenden Lebensfreude verblüfft die Genauigkeit, mit der die Dynamik fein abgestuft wird, Details nicht nur in den souveränen Bläsern ausgebreitet werden. Was die schlankgestimmten, das Vibrato genau dosierenden Streicher hier bei rasanten Tempi an transparentem Spiel bieten, begeistert.
Selten erlebt man ein Orchester, das so viel Fröhlichkeit und Lust am gemeinsamen Musizieren ausstrahlt.
Badische Neueste Nachrichten
Bravissimo per tutti!
Ein Kunstwerk wird hier geboten, fast Unhörbares hörbar gemacht. Ein Bravo dafür!
Yannick Nézet-Séguin ist ein großer Meister seines Fachs. Er tanzte förmlich die Noten und atmete dabei mit seinen Musikern.
Das Orchester lässt alles zu: jeder Musiker ein Solist, alle ordnen sich dem Ganzen unter und erreichen so Virtuosität, die vom piano bis zum forte hörbar ist.
Der Beifall war groß und frenetisch, wurde zum Klatschmarsch. Yannick Nézet-Séguin hat in Baden-Baden eine Fan-Gemeinde, die ihn und seine Musik liebt. Der Beifall war groß und frenetisch.
Der Opernfreund
Glückseligkeit in Musik gegossen
Klarinettenkonzert: Guyot setzte Beweglichkeit, Atem und eine erstaunlich körperliche Klangphantasie. Ein atemberaubendes wirbelndes, tänzerisches Spiel, mit fahrend-folkloristischer Schärfe, elegant geschärft, rhythmisch pointiert.
„Italienische“: Das Chamber Orchestra of Europe spielte mit einer Reaktionsgeschwindigkeit, die staunen ließ. Die Gruppen sprachen miteinander, antworteten einander, warfen Motive weiter, fingen Licht auf und gaben es sofort verändert zurück. Bei aller Rasanz, bei aller fiebrigen Direktheit zerfiel nichts. Die Stimmen blieben unterscheidbar, die Linien lesbar, die Spannung gerichtet.
Nézet-Séguin führte mit einer Mischung aus Genauigkeit und Lust. Das Orchester klang schlank, aber nie leichtgewichtig. Es hatte Glanz, Zug, federnde Kraft. Vor allem hatte es Richtung. Nézet-Séguin trieb das Orchester an den Rand der Raserei, aber dieser Rand war genau vermessen. Selbst im äußersten Tempo sang diese Musik noch. Selbst im Drängen blieb ihr ein innerer Glanz.
Mendelssohns Italien erschien als Zustand höchster Bewegung, als Sommer, der sich selbst überholt.
Wochenblatt-Reporter