Totenkopf und Tennishalle

Mephistos Totenkopf und seine Entstehungsgeschichte.

Als Bühnenbildner Johannes Leiacker die Idee zu einem riesigen bespielbaren Totenkopf für das Bühnenbild zur Oper „Mefistofele“ hatte, kam der Baden-Badener Bildhauer Ralf Schira ins Spiel. Mit ihm hatte der Leiter der Veranstaltungstechnik des Festspielhauses, Frank Kuhlmann, schon mehrfach erfolgreich zusammengearbeitet, wenn es darum ging, besondere Skulpturen für die riesige Baden-Badener Opernbühne zu bauen. Diesmal sind die Dimensionen besonders groß: sechseinhalb Meter Höhe, acht Meter Tiefe und ein Gewicht von vier Tonnen misst das Memento mori – das Symbol für die Vergänglichkeit auf der Festspielhaus-Bühne.

Für diesen Spezialauftrag mietete Ralf Schira eine ausgediente Baden-Badener Tennishalle und arbeitete mit seinem Team mehr als drei Monate lang an am „Totenkopf“.  Die Basis bildet ein Stahlgerüst, und drumherum wurde aus einem speziellen Styropor eine Art Iglu gebaut. Die Konturen des Schädels entstanden dann mit Hilfe von Kettensägen, Spezial-Putz und Farbe.

„Auch für mich war das ein ganz besonderer Auftrag“, sagt Bildhauer Ralf Schira. Bewegt wird der Totenkopf übrigens durch eine brandneue Antriebstechnik. Doch das ist ist eine andere Geschichte…

Fotos: Ralf Schira, Festspielhaus Baden-Baden

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