Sinfonien mit Solovioline

Zwei spannende Violinkonzerte mit den Berliner Philharmonikern / Osterfestspiele 2017

Tschaikowsky, Beethoven und Brahms und zwar in dieser Reihenfolge – das sind die Komponisten der berühmtesten Violinkonzerte; erst viel später folgen Bach und Mozart. Diese Reduktion auf drei Werke ist unverständlich, gibt es doch zahlreiche Violinkonzerte von mindestens vergleichbarer Qualität.

Zwei davon werden die Berliner Philharmoniker während der Osterfestspiele spielen und dabei die Gelegenheit ergreifen, zwei Solisten unterschiedlicher Generation vorzustellen. Am 14 April spielt die junge georgische Geigerin Lisa Batiashvili Dvoraks Violinkonzert – nur einen Tag drauf tritt dann Pinchas Zukerman mit Edward Elgar auf. Während Batiashvili eine dieser unglaublich talentierten Violinistinnen ist, die in Nachfolge Anne-Sophie Mutters seit Jahren die Bühne beherrschen (Hahn, Skride, Faust, Kopatchinskaya, Fischer, um nur einige zu nennen), zählt Zukerman zu den großen Geigenlegenden. Das von ihm gespielte Violinkonzert von Edward Elgar ist eigentlich eine ausgewachsene Sinfonie mit Solovioline – vielleicht das letzte romantische Violinkonzert überhaupt, ein Werk des Abschieds voller tragischer Untertöne.

Auch Dvoraks einziges Violinkonzert reagiert auf eine Sinfonie, und zwar auf keine geringere als die Neunte von Beethoven. Das Werk, das Lisa Batiashvili vorstellen wird, steckt voller Melodien ist jedoch wie das von Elgar eher dunkel gehalten – vielleicht ist das der Grund dafür, dass es wie dieses eher seltener aufgeführt wird.

Foto: Paul Labelle

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Samstag 15 Apr 2017 18:00 H

Pinchas Zukerman & Zubin Mehta

Osterfestspiele 2017

Erste Klasse leistet er sich jeden Tag. Schön soll der Ton klingen, satt und rund, mit leuchtendem Vibrato und übermenschlicher ...

Lisa Batiashvili (c)Anja Frers / DG

Freitag 14 Apr 2017 18:00 H

Lisa Batiashvili & Sir Simon Rattle

Osterfestspiele 2017

Erst Strauss, dann Furtwängler, nun Rattle, oder: vom Violinkonzert für Dirigenten. Den böhmischen Brahms hat man einst Antonín Dvořák genannt ...