Von Currentzis bis Sir Simon Rattle

In der Saison 2019/2020 steht eine neue Dirigenten-Generation im Rampenlicht

Bild, welches Currentzis 2016 2 C Runyova Sw zeigt. © Olya Runyova
© Olya Runyova

In der Saison 2019/2020 wird in Baden-Baden insbesondere eine neue Generation von Dirigenten den Ton angeben. Kirill Petrenko, Teodor Currentzis, Andris Nelsons, Yannick Nézet-Séguin, Lahav Shani und Mirga Gražinytė-Tyla stehen ebenso am Pult bedeutender Orchester wie ihre hier schon gut bekannten Kollegen Sir Simon Rattle, Thomas Hengelbrock und Valery Gergiev.

Erstmals wird das SWR Symphonieorchester nach der Fusion der SWR-Orchester aus Stuttgart, Baden-Baden und Freiburg im Festspielhaus zu erleben sein.

Teodor Currentzis transatlantisch

Mit gleich sechs Konzerten ist der griechisch-russische Dirigent Teodor Currentzis prominent im neuen Baden-Badener Festspielprogramm vertreten. „Teodor Currentzis wird sowohl mit dem SWR Symphonieorchester als auch mit seinem Ensemble musicAeterna in Baden-Baden den Bogen vom Barock bis in die Moderne schlagen“, so Benedikt Stampa. Zu den Pfingstfestspielen 2020 leitet Currentzis das Verdi-Requiem im Rahmen einer besonderen Aufführung. Als erster europäischer Koproduktionspartner des neuen New Yorker Kulturzentrums „The Shed“ präsentiert das Festspielhaus Baden-Baden das Requiem des italienischen Komponisten live musiziert zu bewegten Bildern des erst kürzlich verstorbenen Künstlers und Kunst-Film-Pioniers Jonas Mekas. In weiteren Konzerten dirigiert Teodor Currentzis die Requien von Wolfgang Amadeus Mozart und Gabriel Fauré. Dessen Requiem wird ebenfalls einen bildnerischen Rahmen erhalten. Hier arbeiten Teodor Currentzis und das Festspielhaus Baden-Baden mit dem britischen Medienkünstler Mat Collishaw zusammen.

Gewandhausorchester Leipzig mit Sommer-Residenz

Im Rahmen der Sommerfestspiele 2020 wird das Gewandhausorchester Leipzig eine Residenz in Baden-Baden beziehen. Chefdirigent Andris Nelsons leitet Bachs h-Moll-Messe, einen Bruckner-Abend sowie die Baden-Baden Gala 2020, die Johann Strauß gewidmet sein wird, der einst persönlich in Baden-Baden seine Walzer und Operetten vorstellte.

Valery Gergiev, der das Festspielhaus Baden-Baden als Dirigent 1998 eröffnete, leitet im Sommer 2020 gleich zwei konzertante Opern von Giuseppe Verdi: „Attila“ und „Der Troubadour“ beenden die Saison 2019/2020 an der Oos.

Festspiele und Programm-Inseln

Alle Baden-Badener Festspiele (Herbst-, Oster-, Pfingst- und Sommerfestspiele) werden in den kommenden Jahren weiterentwickelt. Die Pfingstfestspiele erhalten mit Klassikern der Moderne und neuen Aufführungsformen für klassische Werke als erstes Festival ein ganz neues Gesicht. In Programm-Inseln zwischen den Festspielen kommt es zu besonderen Konzert-Wochenenden, etwa beim Wiedersehen mit Sir Simon Rattle und dem London Symphony Orchestra im Februar 2020. Neben Beethovens neunter Sinfonie steht dabei auch dessen selten zu hörendes Oratorium „Christus am Ölberge“ auf dem Baden-Badener Programm.