Von Baden bis Peru

HAUSFESTSPIEL-Fans in aller Welt - Intendant mit digitalem Festival zufrieden

Bild, welches Benedikt Stampa 18 zeigt. © Andrea Kremper
© Andrea Kremper

Das Live-Streaming-Festival HAUSFESTSPIEL aus dem Festspielhaus Baden-Baden ging am Ostermontag erfolgreich zu Ende. Mitglieder der Berliner Philharmoniker, unter ihnen Konzertmeister Daishin Kashimoto, Erster Solo-Cellist Ludwig Quandt und Solo-Klarinettist Wenzel Fuchs, spielten Werke von Schubert, Mozart, Puccini und Tschaikowsky.

Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa sagte vor dem letzten Konzert: „Das Festival war ein Erfolg und es wird sicher eine Fortsetzung geben – hoffentlich aber dann wieder mit Publikum im Saal“. Die vier live ins Internet gestreamten Konzerte mit den Brüdern Lucas und Arthur Jussen (Klavier), Mitgliedern der Philharmonischen Camerata der Berliner Philharmoniker, Sopranistin Diana Damrau und Pianist Helmut Deutsch sowie weiteren Mitgliedern der Berliner Philharmoniker sahen bislang mehr als 14.000 Internet-Nutzer in aller Welt.

„Live waren rund 20-30 Prozent mehr Zuschauer dabei als während des ersten Hausfestspiels Mitte Februar", bilanzierte Intendant Benedikt Stampa nach dem letzten Konzert. Bis zu 2300 Zuschauer wollten die Konzerte zeitgleich zur Aufnahme genießen – gestreamt wurde zum Klassik-Portal takt1, zu Facebook, YouTube und Vimeo. Im Unterschied zum ersten Hausfestspiel können die Konzerte nun noch bis Ende April kostenfrei angesehen werden. Dies erhöht die Zahl der Zuschauer erheblich.

Wie schon beim ersten Hausfestspiel aus Baden-Baden erreichten die Chat-Redaktion erneut Nachrichten und Grüße von Musikliebhaberinnen und Musikliebhabern aus aller Welt während der Sendungen. Auffällig waren viele Kommentare aus Lateinamerika, Südafrika und Asien.

„Wir haben mit den beiden ersten Hausfestspielen wichtige Erkenntnisse gewonnen“, sagt Intendant Benedikt Stampa. Bei der österlichen Ausgabe setzte das Redaktionsteam auch stärker auf Bilder aus Baden-Baden, die immer wieder in Einspielfilmen zu sehen waren. Gedreht wurde unter anderem an der Clara-Schumann-Büste in der Lichtentaler Allee und in der Kinder-Musik-Welt Toccarion der Sigmund Kiener Stiftung.

Ludwig Quandt, Erster Solocellist der Berliner Philharmoniker, zeigte sich am Ostermontag auf der Festspielhaus-Bühne gerührt: „Wir sind sehr dankbar, dass wir wenigstens auf diese Weise etwas Festspielhaus-Luft zu Ostern schnuppern können“, überbrachte er die Grüße der Berliner Philharmoniker.

Stand: 07.04.2021