Vom Bach im Sibelius

Sieger für die Interpretation des Sibelius-Konzertes spielt im Festspielhaus.

Bild, welches Emmanuel Tjeknavorian 0551 C Julia Wesely zeigt. © Julia Wesely
© Julia Wesely

Die fünf größten romantischen Violinkonzerte? Das wären wohl die von Beethoven, Mendelssohn, Brahms, Tschaikowsky und Sibelius. Sibelius´ Konzert teilt mit den anderen vier eine Vorliebe für ausdrucksvolle Melodien, dramatische Zuspitzungen und extreme Virtuosität, hinzu kommt noch die eigene „nordische“ Note. Schon der ausdrucksvolle Beginn ist berühmt geworden. Aber auch sonst lohnt es sich, genauer hinzuhören: So hat sich der finnische Komponist nicht nur an den üblichen Konzerten orientiert, sondern auch an der Musik für Solovioline von Bach. Das hört man besonders gut im ersten Satz, wo die Violine Läufe in der Art von Bach zu spielen hat, während das Orchester schweigt. Hier kann sich kein Solist verstecken. Und in unserem speziellen Fall muss er das auch nicht, gilt doch der junge Geiger Emmanuel Tjeknavorian als bestens geeignet für diese Musik – spätestens seit seinem Sieg 2015 für die beste Interpretation des Sibelius-Konzertes in dem internationalen Jean-Sibelius-Violinwettbewerb.

Bild, welches Riccardo Chailly 2017 zeigt.
Sa. 08.06.19 Riccardo Chailly & Filarmonica della Scala

Das große italienische Orchester präsentiert Meisterwerke der Spätromantik