Gut erfunden

Das Vision String Quartet beim Hausfestspiel

FSH Express

„Alle Wege führen zum Festspielhaus Baden-Baden“ – ganz so weit sind wir noch nicht, aber um unseren Gästen Umwege zu ersparen, bieten wir aus ausgewählten Städten einen bequemen Reisebustransfer zu den meisten Festspielhaus-Klassikveranstaltungen an. Dieser Service ist bis eine Woche vor der Veranstaltung buchbar.

Ausgewählte StädtePreis
Mannheim € 35
Heidelberg € 32
Heilbronn € 38
Bretten € 30
Karlsruhe € 25
Pforzheim € 27
Stuttgart € 35
Offenburg € 25
Freiburg € 35


Nutzen Sie den praktischen Service und buchen Sie Fahrkarte und Eintrittskarte direkt bei einem unserer Partner. Oder direkt im Festspielhaus bei unserem Service-Center Ticketing unter der Rufnummer +49 (0) 72 21/30 13-101.

Ermäßigungen
Bild, welches Vision C Tim Kloecker Rock Orig zeigt. © Tim Kloecker
© Tim Kloecker

Wir kennen „Waterloo“ und „Let It Be“ und haben schon mal was von „The Weeknd“ gehört – aber eine Pop-Single von einem Streichquartett? So was gibt´s doch nicht! Doch - das Vision String Quartet hat in den letzten Monaten gleich zwei Singles herausgebracht, „The Shoemaker“ und „Samba“. Reinhören lohnt sich und ist kein Problem auf den gängigen Musikportalen: Die vier jungen Musiker sind überraschend kreativ in der Art, wie sie Gitarren, Ukulelen, Bass und Percussion auf ihren klassischen Streichinstrumenten imitieren – oder besser: ganz eigenständig ersetzen. Improvisationen in Rock, Pop und Jazz sind dann auch ein Teil ihres HAUSFESTSPIEL-Auftritts. Der ist ebenfalls ganz einfach online zu erleben: live am 19. Februar 2021 um 20.15 Uhr bei www.festspielhaus.de, bei Vimeo und Youtube unter dem Suchwort „Festspielhaus Baden-Baden“ und auf unserem Facebook-Account.

Pop ist aber nicht alles, was das Vision String Quartet zu bieten hat. Ihr Debütalbum mit Schubert und Mendelssohn war einen Opus Klassik wert. Die Fähigkeit der jungen Musiker, zu improvisieren, ist eigentlich musikalische Traditionspflege: Jahrhundertelang war es auch für „ernste“ Musikerinnen und Musiker üblich, aus dem Stegreif Melodien und Harmonien fortzuspinnen. Maurice Ravel, dessen Streichquartett die vier aufs Programm gesetzt haben, war einer der exquisitesten und rationalsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er hielt rein gar nichts davon, musikalisch die Zügel schleifen zu lassen. Und er liebte und bewunderte George Gershwin und den Jazz.

Ravel ist für seinen „Bolero“ und andere atemberaubend instrumentierte Orchesterwerke bekannt, außerdem für seine farbige, oft haarsträubend virtuose Klaviermusik. Das Streichquartett ist ein Solitär in seinem Werkkatalog. Nicht nur das macht es einzigartig. Es ist abwechslungsreich und unvorhersehbar, man stürzt beim Hören von einem Abenteuer ins nächste. Vielleicht gerade deshalb ist das Werk, dessen ersten und letzten Satz das Vision String Quartet spielen wird, keine „schwere“ Kost. Wie auf einem Netz musikalischer Bezüge, im Wechsel von Überraschung und Erinnerung, schwebt man hindurch.

Ist das die Zukunft? Müssen klassische Musiker improvisieren können und ist jedes Streichquartett auch eine „Band“? Fragen Sie die Musiker: vorab oder live beim Streaming, per E-Mail unter hausfestspiel@festspielhaus.de, als Direktnachricht oder als Kommentar zum Live-Stream bei Facebook oder in den Kommentarfeldern bei Vimeo und Youtube.

LINK zum kostenfreien Live-Stream

Stand: 03.04.2021