Die ganze Geschichte

„Romeo und Julia“ kehrt 2022 als Ballett ins Festspielhaus zurück

Bild, welches 68 Romeo And Juliet By Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre 1 zeigt. © State Academic Mariinsky Theatre
© State Academic Mariinsky Theatre

Valery Gergiev lässt es sich nicht nehmen: Die Musik zum Ballett „Romeo und Julia“ von Sergej Prokofjew kostet er von der ersten bis zur letzten Note aus. Kein Wunder, denn Prokofjew erzählt darin dramatisch und packend die berühmteste Liebesgeschichte der Welt – von zwei jungen Menschen, die ohnehin nicht genug Zeit haben für ihre Liebe. Wer wollte da eingreifen? Und doch ist es eine Seltenheit, dass im Konzert nicht etwa eine der Suiten, sondern die ganze Ballettmusik zu hören ist. Drei Stunden des Staunens über Prokofjews Soundtrack für die Phantasie, die aus dieser bildhaften Musik ohne Mühe die schönsten Szenen hervorzaubert – dann gab es beim Eröffnungskonzert des Mariinsky-Weihnachtsgastspiels am 18. Dezember stehende Ovationen für Valery Gergiev und sein Orchester.

Und die Geschichte geht weiter: Wenn 2022 das Mariinsky Theater wieder im Festspielhaus zu Gast ist, gibt es statt „Kopfkino“ packendes, lyrisches, hochvirtuoses Ballett auf der Bühne. Das Mariinsky Ballett tanzt „Romeo und Julia“ in der Originalchoreographie von Leonid Lawrowski, die 1940 am Mariinsky Theater Premiere hatte. Auf das Happyend, das sich Prokofjew bei seinen ursprünglichen Plänen für das Ballett vorgenommen hatte, werden wir auch dann verzichten müssen. Ein schöner Abend mit „Romeo und Julia“ wird es trotzdem werden.

Bild, welches 68 Romeo And Juliet By Natasha Razina © State Academic Mariinsky Theatre 1 zeigt.
Mo. 26.12.22Di. 27.12.22 Romeo und Julia

Russischer Winter: Mariinsky Ballett

Stand: 30.12.2021