Aufblühen in neuer Vielfalt

Intendant Benedikt Stampa freut sich auf das Festspielhausjahr 2022

Bild, welches Benedikt Stampa © Kiran West zeigt. © Kiran West
© Kiran West

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Festspielhaus-Fans,

selten war mir mehr danach, lieber in die Zukunft als in die Vergangenheit zu blicken. Wir möchten Ihnen 2022 ein unvergessliches Festival-Jahr bescheren und die Musik wieder dort feiern, wo sie am besten klingt: im Festspielhaus Baden-Baden. Wir geben alles, damit zu Ostern endlich die ersten Festspiele mit Kirill Petrenko als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker stattfinden können – mit Tschaikowksys „Pique Dame“ setzen wir dafür auf Weltklasse - und auf eine neue Ära. Die Vorproben haben in diesen Tagen bereits begonnen, also wachsen Vorfreude und Aufregung vor den Osterfestspielen deutlich an. Ob „Pique Dame“, die konzertante Aufführung des Opernmärchens „Jolanthe“ mit Sonya Yoncheva oder die phantastischen Sinfonie- und Kammerkonzerte mit den Berliner Philharmonikern: Sichern Sie sich schon jetzt Ihre Tickets und lassen damit österliche Gedanken in den dunklen Winter.

Das erste Festival des Neuen Jahres schenken wir der Jugend. „Takeover“ läutet vom 4. bis 6. Februar eine neue Zeit am Festspielhaus ein. Drei Tage lang sollen junge Erwachsene mit außergewöhnlichen Künstlerinnen und Künstlern dem Wesen eines Festivals auf den Grund gehen, näher an die Kunst herankommen als bisher und dabei jede Menge Spaß haben. Das Festspielhaus wird von der Jugend „erobert“! Geben wir ihnen gemeinsam den Schlüssel für die Zukunft in die Hand.

Und wenn es Sommer wird an der Oos, soll die Musik die schönsten Blüten treiben. Unsere neuen Pfingstfestspiele mit dem SWR Symphonieorchester, der romantische Sommer „La Capitale d’Été“ mit Dirigent Yannick Nézet-Séguin und Sinfonien und Klavierkonzerten von Johannes Brahms, Clara und Robert Schumann sowie der französischen Komponistin Louise Farrenc sind schon jetzt wunderbare Versprechen für einen Kurzurlaub oder die erholsame Naturbegegnung mit Schwarzwald und Musik.

Es gibt viele Gründe, 2022 gleich mehrmals ins Festspielhaus zu kommen. Verbunden mit einem Aufenthalt im frisch zum Weltkulturerbe gekürten Baden-Baden verspreche ich Ihnen „Sommerfrische“ im besten Sinne des Wortes – und das bis weit in den Herbst. Die Wälder, die Gastronomie und die Kultur auf höchstem Niveau verbinden sich zu einer Feier des Lebens. So verstehen wir auch das neue Tanzfestival „The World of John Neumeier“ im Oktober und die Herbstfestspiele „La Grande Gare“. Schließlich bildet noch heute der ehemalige Baden-Badener „Fürstenbahnhof“ das Entree zu Deutschlands größtem Opern- und Konzerthaus, an dessen „Bahnsteig“ Thomas Hengelbrock und Teodor Currentzis mit Mascagnis „Cavalleria Rusticana“ und Wagners „Tristan und Isolde“ zu zwei ganz unterschiedlichen europäischen Opern-Destinationen aufbrechen.

Ein „Russischer Winter“ mit Oper und Ballett aus dem Mariinsky Theater beschließt die nahe Zukunft im Festspielhaus Baden-Baden. Sie verstehen nun, warum ich mich so auf das Neue Jahr freue. Seien Sie dabei und erholen Sie sich bei uns auf die schönste Weise: bei Musik und Tanz im Kreise gleichgesinnter Menschen, die im kulturellen Beisammensein aufblühen und Mensch bleiben.

Ihr Benedikt Stampa

Intendant Festspielhaus Baden-Baden

Stand: 31.12.2021