Küsse und Tränen

Die Berliner Philharmoniker und Puccini

„Wie einen geschliffenen Diamanten“  ließ das Orchester die Musik „in tausend Klangfarben“ funkeln: Der Berliner „Tagesspielgel“ berichtete von Puccinis „Manon Lescaut“ bei den Osterfestspielen 2014, tausende Besucher der Aufführungen empfanden es ebenso. Puccini liegt den „Berlinern“. Seine klangschöne, wirkungs- und ausdrucksstarke Musik, die ungeheuer virtuos sein kann, brachten die Philharmoniker schon in jungen Orchesterjahren aufs Podium. 1910 spielten sie Musik aus „Tosca“ im Konzert mit der Sopranistin Emmy Destinn. Wenige Wochen nach ihrem Berliner Konzert hob die Sopranistin in New York an der Met mit Star-Tenor Enrico Caruso Puccinis „Mädchen aus dem Goldenen Westen“ aus der Taufe.

Als letzte Oper, die Herbert von Karajan in szenischen Aufführungen mit den Berliner Philharmonikern dirigierte, kommt „Tosca“ ohnehin eine besondere Rolle in der philharmonischen Geschichte zu. Am 18. März 1989 senkte sich der letzte Vorhang im Großen Salzburger Festspielhaus über einer Inszenierung, die der Maestro selbst besorgt hatte. Luciano Pavarotti sang den Cavaradossi. „Das Spiel der Berliner Philharmoniker“ war – trotz und neben Pavarotti! – für den renommierten Kritiker Klaus Geitel „Glanzpunkt“ der Aufführung: „Es überrascht immer durch den wundervollen Lyrismus der Streicher, die eleganten, wie gestochenen, zarten Trompetenattacken im zweiten Akt, die Wucht des musikdramatischen Dreinschlagens“. Herbert von Karajan, der vier Monate nach den Aufführungen starb, dirigierte vor allem mit seinem Charisma. Dem Orchester verlangte der hellwache, aber körperlich fragile Maestro eine ungeheure Ensembleleistung ab.

Anfang der 1980er hatten die Philharmoniker unter Herbert von Karajan mit Katia Ricciarelli, José Carreras und Ruggero Raimondi eine „Tosca“ eingespielt, die noch immer Referenzstatus genießt. In dieser Besetzung kam „Tosca“ als vollständige Oper am 22. Februar 1982 in der Berliner Philharmonie aufs Podium: „2200 tobten, Karajan küsste – die Diva den Tränen nahe“, fasste die „Bild Zeitung“ den Eindruck dieser letzten konzertanten „Tosca“ in der Philharmonie zusammen.

Sir Simon Rattle erinnert sich, wie sehr die Musiker und Musikerinnen vor der Baden-Badener „Manon Lescaut“ darauf gedrängt hätten, endlich wieder Puccini spielen zu können. Die Berliner Philharmoniker haben ihre Begegnungen mit Puccinis Musik immer genossen. Bei der Osterfestspiel-„Tosca“ ist Gelegenheit, mit den Philharmonikern gemeinsam zu genießen.

Festspielhaus Baden-Baden Berliner Philharmoniker Osterfestspiele bpheaster Tosca fshbb c_Monika Rittershaus

Freitag 07 Apr 2017 18:00 H

Puccini: TOSCA

Premiere der Neuinszenierung / Restkarten erhältlich

Kunst und Krimi. Kein Wunder, dass Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker für „Tosca“ entflammten, entflammen mussten, ist doch ...

Festspielhaus Baden-Baden Berliner Philharmoniker Osterfestspiele bpheaster Tosca fshbb c_Monika Rittershaus

Montag 10 Apr 2017 18:00 H

Puccini: TOSCA

Neuinszenierung zu den Osterfestspielen 2017

Kunst und Krimi. Kein Wunder, dass Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker für „Tosca“ entflammten, entflammen mussten, ist doch ...

Festspielhaus Baden-Baden Berliner Philharmoniker Osterfestspiele bpheaster Tosca fshbb c_Monika Rittershaus

Donnerstag 13 Apr 2017 18:00 H

Puccini: TOSCA

Neuinszenierung zu den Osterfestspielen 2017

Kunst und Krimi. Kein Wunder, dass Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker für „Tosca“ entflammten, entflammen mussten, ist doch ...

Festspielhaus Baden-Baden Berliner Philharmoniker Osterfestspiele bpheaster Tosca fshbb c_Monika Rittershaus

Montag 17 Apr 2017 18:00 H

Puccini: TOSCA

Neuinszenierung zu den Osterfestspielen 2017

Kunst und Krimi. Kein Wunder, dass Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker für „Tosca“ entflammten, entflammen mussten, ist doch ...