„Kein zurück mehr“

Franz Schindlbeck von der Berliner Philharmonikern und der Hammerschlag in Mahlers 6.

Wenn der Hammer fällt, gibt es kein zurück mehr: Schlagzeuger der Berliner Philharmoniker Franz Schindlbeck hat eine große Aufgabe bei Mahlers sechster Sinfonie, die am Ende drei zerstörerische Schläge auf einen Holzklotz fordert. „Mahler schreibt sehr detailliert wie es klingen soll in der Partitur“, erzählt Schindlbeck direkt nach der Probe im Festspielhaus. Die Schläge sollen „kurze, mächtige, aber dumpf hallende Schläge von nicht metallischem Charakter sein“ (Mahler).

Die Berliner Philharmoniker, bei denen einst auch Gustav Mahler gastierte, haben eine besondere Beziehung zu Mahlers sechster. Bis zur Zeit des Nationalsozialismus gab es hier etliche bedeutende Mahler-Aufführungen. Nach dem Krieg war es Sir John Barbirolli, der in der eben errichteten Berliner Philharmonie mit seinen leidenschaftlichen Mahler-Aufführungen das Publikum in Erstaunen versetzte. Herbert von Karajan hatte zu Mahler ein gespaltenes Verhältnis, erarbeitete aber ebenfalls mustergültige Interpretationen, gerade auch der Sechsten. Claudio Abbados Mahler-Konzerte mit ihren feierlichen, ewig langen Sekunden der Stille sind legendär. Und noch zu Karajans Zeiten stellte sich ein junger Brite dem Orchester mit Mahlers Sechster vor – mit so großem Erfolg, dass er ein gutes Jahrzehnt später zum Chefdirigenten gewählt wurde: Sir Simon Rattle.

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Sonntag 09 Apr 2017 18:00 H

Sir Simon Rattle & Berliner Philharmoniker

Osterfestspiele 2017 / Restkarten erhältlich

Hammerschlag und Herdenglocken. Die „Tragische“ wird sie genannt, diese sechste Sinfonie, die Tschaikowskys „Pathétique“ in Mahlers ureigenes Idiom übersetzt. Also: ...