Intelligente Überwältigung

Pressestimmen zum Konzert am Karfreitag

Dvořáks Slawische Tänze, sein Violinkonzert und Bela Bartóks „Konzert für Orchester“ – das Konzertprogramm am Karfreitag war im Festspielhaus Baden-Baden nach Meinung der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) „dramaturgisch intelligent abgestimmt“. Beide Komponisten des Abends entstammen dem slawischen Kulturraum und haben immer wieder Erinnerungen an ihre Heimat in Töne gesetzt – egal ob diese Heimat wie im Falle Dvořáks noch erreichbar oder eben (Bartók lebte im amerikanischen Exil) unerreichbar war. Solistin des Abends war die exzellent aufgelegte georgische Geigerin Lisa Batiashvili, die nach Ansicht der BNN „wohltuend unallürenhaft“ auftrat und spielte. Der Kritiker des Badischen Tagblatts beschrieb: „Ihren kantablen, klangfarbenreichen Ton, der in der Höhe noch an Intensität gewinnt, verliert die Geigerin nie“, und erfreute sich selbstverständlich den gesamten Abend am Spiel der Berliner Philharmoniker unter der Leitung von Sir Simon Rattle: „Man ist überwältigt vom kammermusikalischen Zusammenspiel, der Homogenität der Streichergruppen und natürlich der Qualität der Bläser“, so das Badische Tagblatt, dass Sir Simon in Bezug auf die „Slawischen Tänze“ Dvořáks bescheinigt: „Der Dirigent verfeinert die Folkloristik, ohne dabei den Tanzboden zu verlieren.“ Großes Lob in allen Medien auch für die Interpretation des „Konzertes für Orchester“ von Bela Bartók. Colin Anderson von classicalsource.com beobachtete den Live-Stream des Konzertes bei arte.tv und war begeistert, wie viele musikalische Details von den Berliner Philharmonikern herausgearbeitet wurden. Nachzusehen und nachzuhören ist all dies noch etwa zwei Tage lang hier: arte.tv

Foto: Michael Gregonowits