„Ich wollte unbedingt mitmachen!“

Die Ballettschule des Hamburg Ballett zeigt Samuel Winklers preisgekrönte Choreographie

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© Emanuel Kaser

Diese Chance darf er sich nicht entgehen lassen – daran hatte Samuel Winkler, damals 19 Jahre alt und Schüler der Ballettschule des Hamburg Ballett, nie Zweifel: „Ich wollte unbedingt an diesem Wettbewerb teilnehmen“, sagt der Australier. Seine Entschlossenheit wurde belohnt, prompt gewann er den Young Creation Award 2021 für junge Choreographen beim berühmten Prix de Lausanne. Das preisgekrönte Solo „Suppress“ ist am Montag, den 4. Januar um 18 Uhr im Museum Frieder Burda zu sehen, in einem Programm mit weiteren Wettbewerbsbeiträgen der Hamburger Ballettschüler.

Wie motiviert man sich zu so einer Arbeit – mitten im Lockdown, ohne das inspirierende Umfeld im Ballettzentrum Hamburg, wo auch John Neumeiers „große“ Compagnie beheimatet ist? „Was mir wirklich hilft ist die Improvisation“, erklärt Winkler. „Anstatt etwas vorauszuplanen, gehe ich einfach den Weg, den mir meine Gefühle weisen.“

Manchmal folgt er diesem Weg nur für sich selbst, ohne Gedanken an Preise und Publikum: „Mein Großvater ist letztes Jahr gestorben, das war sehr schwer für mich. Ich habe ein kurzes Stück nur für mich selbst gemacht, ich habe es niemandem gezeigt. Nur um meine Gefühle auszudrücken,

das ist wie Therapie für mich.“ Choreographieren will Samuel Winkler deshalb auch in Zukunft, neben den Pflichten als Tänzer im Festengagement. Denn aus der Ballettschule ist Samuel Winkler erfolgreich herausgewachsen, seit wenigen Wochen tanzt er im Ballettensemble des Tiroler Landestheaters Innsbruck.

Das ganze Interview, das Angela Reinhardt fürs Festspielhaus mit dem jungen Choreographen führte, lesen Sie im Programmheft zum Herbstgastspiel des Hamburg Ballett.

Updated: 9/30/2021