Es wäre Beethovens ausgelassenste Sinfonie – wenn da nicht der Trauermarsch im zweiten Satz wäre! Der ist allerdings weltberühmt geworden, Sie werden ihn sicherlich aus Film und Fernsehen kennen. Ansonsten wird gefeiert: Richard Wagner hat Beethovens siebte Sinfonie als „Apotheose des Tanzes“ bezeichnet. Und wo wir schon bei Tänzen sind: Das Finale von Sibelius’ Violinkonzert nannten Zeitgenossen des finnischen Komponisten eine „Polonaise für Eisbären“: nordisch, kernig, skandinavisch wie das ganze Werk – dabei so virtuos, dass man eines der wichtigsten Geigenwettbewerbe nach Sibelius benannte. Der Klassikhit wird im Festspielhaus von Frankreichs Geigenstar Renaud Capuçon präsentiert.