Con Grandezza

Premiere der Neuinszenierung des Mefistofele von Boito

Opern Schlag auf Schlag: Eine Woche, nachdem der letzte „Tristan“-Ton verklungen ist, haben im Festspielhaus die Proben für Boitos „Mefistofele“ begonnen. Premiere wird am 13. Mai 2016 bei den Pfingstfestspielen gefeiert, zwei weitere Vorstellungen der Neuinszenierung von Philipp Himmelmann folgen am 16. Mai und am 19. Mai.

Besonders der musikalische Reichtum, den Boito in „Mefistofele“ quer durch die Genres seiner Zeit entfaltet, habe es ihm angetan, erklärte der Regisseur mit ansteckendem Enthusiasmus dem Festspielhaus-Team und den angereisten Solisten zu Beginn der ersten Probe. Boito schaffe bei aller Kühnheit und „Grandezza“ seines 1868 uraufgeführten Werks immer wieder ergreifende Momente der Konzentration auf eine Figur. In einer farbenprächtigen Inszenierung mit teilweise rasanten Kostümwechseln – „60 Sekunden: Mehr Zeit werden wir an dieser Stelle nicht haben!“ (Himmelmann) – wird es gerade in diesen weniger turbulenten Szenen Gelegenheit geben, sich ganz auf die emotionale Kraft von Boitos Musik zu konzentrieren.

Philipp Himmelmann hat zuletzt 2013 im Festspielhaus inszeniert: Die „Süddeutsche Zeitung“ lobte seinen Baden-Badener „Don Giovanni“ als eine der „musikalisch und szenisch herausragendsten Produktionen der letzten Jahre“. Erwin Schrott, der damals den Don Giovanni sang, wird in der aktuellen Festspielhaus-Inszenierung in der Titelrolle des Mefistofele zu erleben sein.