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Verdi-Requiem, Valery Gergiev
Verdi-Requiem
Samstag, 17. Juli 2010, 19 Uhr
Valery Gergiev
BADEN-BADEN – Wie kaum ein anderer haben sich Valery Gergiev und sein Mariinsky Theater für das Festspielhaus Baden-Baden verdient gemacht. Gergiev gilt heute sowohl als Synonym für das Mariinsky Theater, wird aber auch mit dem Festspielhaus Baden-Baden in einem Atemzug genannt. Er ist nicht nur ein phänomenal inspirierender Musiker, sondern auch ein großer Visionär, Reformator und Musikmanager in einer Person. Gergiev versteht es, das Publikum, seine Musiker, aber auch Politiker und Mäzene zu überzeugen, mitzureißen und zu entflammen. Am Mariinsky Theater füllt er deshalb nicht nur die Position des Künstlerischen Leiters, sondern auch die des gesamtverantwortlichen Intendanten – inklusive der Ballettabteilung – aus. Sehr Treffend schrieb ein Kritiker aus New York über ihn: „Gergiev trägt einen immensen Anteil der Musikwelt auf seinen Schultern. In Russland gilt er als Nationalheld, da er das Mariinsky Theater nach dem Kollaps der Sowjetunion am Leben hielt. Unter seiner Führung hat sich das Mariinsky zu einer der am meisten gefeierten und am häufigsten auf Tonträger vertretenen Opernkompanien entwickelt.“ Geboren wurde Valery Gergiev 1953 in Moskau. Seine musikalische Ausbildung erhielt er am Leningrader Rimsky-Korsakov Konservatorium. Als Gergiev dann im Alter von 23 Jahren den Herbert von Karajan Dirigierwettbewerb in Berlin gewann, stand einer großen Karriere nichts mehr im Wege. Noch als Student wurde er sofort vom Kirov Theater – heute Mariinsky – als Assistent von Yuri Temirkanov engagiert. Dort gab er 1978 mit Prokofieffs „Krieg und Friede“ sein Bühnen-Debüt. Zu seinen großen Verdiensten für das Mariinsky zählen Aufführungen der Wagner Opern „Lohengrin“, „Parsifal“ und „Der Fliegende Holländer“ sowie der gesamte „Ring des Nibelungen“ in Originalsprache. Dieser sensationell umjubelte „Ring” war im Festspielhaus Baden-Baden im Jahr 2004 zu erleben. Gergiev wirkt heute als regelmäßiger Gast der berühmtesten Klangkörper wie der Wiener Philharmoniker, Berliner Philharmoniker, Boston Symphony, Chicago Symphony sowie Cleveland Orchestra, wirkt als Hausdirigent der Metropolitan Opera New York und füllt seit Januar 2007 die Position des Ersten Dirigenten beim London Symphony Orchestra aus. Beim Label Philips hat Gergiev seit 1989 über 40 CDs mit sehr umfassendem, vornehmlich russischem Repertoire veröffentlicht. Über das Dirigieren sagt er selbst: „Ich muss versuchen, das Werk zu erfassen, das ist meine Verantwortung als Dirigent. Also nicht nur das richtige Tempo wählen, sondern ich muss die ganze Maschine in Bewegung setzen, Kraft im Orchester und im Chor entwickeln. Ich muss denen einen Sinn für das Drama, für die Spannung und Freude im Werk vermitteln – wie es das jeweilige Werk erfordert. Ich denke nicht, dass ich ein pragmatischer Dirigent bin, sondern würde mich da viel eher als spontan bezeichnen.“ Für dieses Konzert im Festspielhaus Baden-Baden hat Valery Gergiev Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ aus dem Jahr 1874 aufs Programm gesetzt. Es ist das erste Requiem, das nicht mehr für den liturgischen Gebrauch, sondern allein für konzertante Aufführungen komponiert wurde. Besonders die Gesangs-Solisten werden in diesem Werk vor opernreife Aufgaben gestellt. Bereits im Introitus haben die Soli so manch stimmliche Hürde zu nehmen. Berühmt geworden ist auch das unerbittlich stampfende „Dies irae“. Mit großer Dramatik hat Verdi in seinem großartigen Werk die lateinische Liturgie vertont. Das Solistenteam dieser Aufführung rekrutiert sich ohne Ausnahme aus dem Ensemble des Mariinsky Theaters St. Petersburg.
FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN
Sommerfestspiele 2010
Verdi-Requiem
Samstag, 17. Juli 2010, 19 Uhr
Valery Gergiev Dirigent
Chor und Orchester des Mariinsky-Theaters St. Petersburg
EINTRITTSKARTEN: € 130 : 104 : 85 : 65 : 39
ermäßigt: € 117: 94 : 76 : 59 : 35
INFORMATIONEN UND RESERVIERUNG : 07221/30 13 101
www.festspielhaus.de


