Festspielhaus Baden-Baden
Fr., 10. Juni 2011

Strauss: "Salome", Neuinszenierung

Strauss: „Salome“
Oper – Neuinszenierung
Feitag, 10. Juni 2011, 20 Uhr
Pfingstmontag, 13. Juni 2011, 18 Uhr
Donnerstag, 16. Juni 2011, 20 Uhr

BADEN-BADEN – Eine Neuinszenierung von Richard Strauss’ Oper „Salome“ steht bei den Pfingstfestspielen 2011 des Festspielhaus Baden-Baden im Mittelpunkt. Bereits einmal konnte man dieses Musik-Drama in einem Aufzug nach Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung hier sehen: Am 5. August 2001 mit dem Ensemble des Mariinsky-Theaters St. Petersburg unter Leitung von Valery Gergiev.
Die Premiere am 10. Juni 2011 inszeniert nun Nikolaus Lehnhoff, der hier bereits sehr erfolgreich die Wagner-Opern „Parsifal“ (2004), „Lohengrin“ (2006), „Tristan“ (2007) und „Tannhäuser“ (2008) sowie die „Tosca“ (2007) von Giacomo Puccini auf die Bühne brachte. Nilolaus Lehnhoffs Grundkonzept ist das Prinzip ‚Enthüllung’, das heißt, er verpackt seine Figuren, um dann im Laufe der Oper immer weiter zu ihrem eigentlichen Kern vorzudringen. So wird auch Salome bei dieser Inszenierung zunächst eingehüllt, bis sie sich dann beim Tanz der sieben Schleier zu entpuppen vermag.
Auch beim Orchester setzt man auf einen Klangkörper, der sich in Baden-Baden mehr als nur bewährt hat: Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, welches im Februar 2011 mit einem Grammy ausgezeichnet wurde, spielt unter der Leitung von Stefan Soltesz. Nikolaus Lehnhoff und das DSO Berlin stehen für ein Erfolgsrezept im Festspielhaus Baden-Baden, denn hoch gelobt wurde die bei dem Label Arthaus Musik live produzierte DVD mit Wagners „Tannhäuser“. Die Opernwelt schrieb: „Lehnhoff gelingt ein subtiles, durchdachtes und genau auf die Musik abgestimmtes Theaterspiel.“
Der am 20. Mai 1939 in Hannover geborene Nikolaus Lehnhoff feierte im Jahr 2009 seinen 70. Geburtstag. Im Laufe seiner Karriere inszenierte Lehnhoff an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt. Die „Salome“ inszenierte er bereits an der Metropolitan Opera New York im Jahr 1989. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehören Verdis „Rigoletto“ (2008) und Henzes „L’Upupa“ (2009) an der Semperoper Dresden, Poulencs „Les Dialogues des Carmélites“ an der Hamburgischen Staatsoper (2008) sowie „Elektra“ bei den Salzburger Festspielen im Jahr 2010.
Der ungarische Dirigent Stefan Soltesz gibt an diesem Abend sein Festspielhaus-Debüt. Er ist derzeit Intendant des Aalto-Theaters Essen sowie Generalmusikdirektor der Essener Philharmonie, die unter seiner Leitung mit den Auszeichnungen „Opernhaus des Jahres“ (2008) und „Orchester des Jahres“ (2003, 2008) geehrt worden sind.
In den Hauptrollen singen die Sopranistin Angela Denoke (Salome) sowie der Tenor Kim Begley (Herodes). Letzterer war im Festspielhaus bereits als Loge in Wagners „Rheingold“ (2004) unter Sir Simon Rattle zu Gast. Angela Denoke zählt derzeit zu den „großartigsten aller Salomes“ (The Guardian, Juli 2010) und auch Kim Begley wurde für seinen „hervorragenden“ (San Francisco Gate) Herodes hoch gelobt. Peter Hagmann schrieb 2006 über Angela Denokes Salome in München: „Dort begleitete es Angela Denoke, die eine grossartige, weich und rund klingende, weniger im erotischen Fluidum als in der psychologischen Entwicklung verankerte Deutung der Titelrolle gab.“ Kim Begley gilt derzeit als einer der feinsten englischen Tenöre. Vom San Francisco Gate wurde er gelobt: „Der Tenor Kim Begley war ein fantastischer Herodes, der mit Präzision und stimmlicher Brillanz eine Rolle sang, der viele zu oft nur annähernd gerecht werden.“
Richard Strauss’ „Salome“ wurde in Dresden, am 9. Dezember 1905 uraufgeführt. Die Handlung der 1904/1905 komponierten Oper spielt im Palast des Herodes zu Beginn der christlichen Zeitrechnung. Herodes hält den Propheten Jochanaan in der Zisterne gefangen. Als Preis für ihren Tanz der sieben Schleier fordert Salome von Herodes den Kopf des Propheten. Am Ende wird Salome auf Befehl von Herodes selbst gerichtet. Die Oper „Salome“ basiert auf der gleichnamigen Dichtung von Oscar Wilde des Jahres 1891. Musikalisch bis an die Grenzen der Harmonik vorstoßend, stellt „Salome“ sowohl an die Sängerdarsteller als auch an das sehr groß besetzte Orchester höchste Anforderungen.

FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN
PFINGSTFESTSPIELE 2011
Strauss: „Salome“
Oper – Neuinszenierung
Freitag, 10. Juni 2011, 20 Uhr
Pfingstmontag, 13. Juni 2011, 18 Uhr
Donnerstag, 16. Juni 2011, 20 Uhr

Stefan Soltesz  Musikalische Leitung
Nikolaus Lehnhoff Inszenierung
Bettina Walter Kostüme
Hans Martin Scholder Bühnenbild
Duane Schuler Licht

Angela Denoke Salome
Kim Begley Herodes
Doris Soffel Herodias
Alan Held Jochanaan
Marcel Reijans Narraboth
Jurgita Adamonyte Page
Jeffrey Francis 1. Jude
Benjamin Hulett 2. Jude
Timothy Robinson 3. Jude
Pascal Pittie 4. Jude
Reinhard Dorn 5. Jude
Stephen Humes 1. Nazarener
Roman Grübner 2. Nazarener/ Ein Kappadozier
David Jerusalem 1. Soldat
Artur Grywatzik 2. Soldat
Iwona Sakowicz Page

Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Richard Strauss
Salome op. 54
Musik-Drama in einem Aufzug nach Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung in deutscher Übersetzung.

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln.

Preise: € 69,00 / 117,00 / 152,00 / 189,00 / 230,00
Ermäßigt: € 62,00 / 106,00 / 137,00 / 174,00 / 212,00

Tickets und Informationen unter www.festspielhaus.de oder Tel. 07221-3013-101