Festspielhaus Baden-Baden
So., 25. April 2010

Fauré Quartett

Fauré Quartett
Sonntags-Matinee
Sonntag, 25. April 2010, 11 Uhr

Klavierquartette ernst genommen
Das Fauré Quartett mit Klavierquartetten von Schumann und Brahms

BADEN-BADEN – Im Normalfall bestehen Klavierquartette aus zusammen gewürfelten „Solisten-Ensembles“. Diese finden sich bei renommierten Kammermusik-Festivals zusammen und musizieren dann zwar mit großer Innbrunst, aber dafür mit umso weniger kammermusikalischen Qualitäten. Nicht so im Fall des Fauré Quartetts! Diese vier Musiker – Erika Geldsetzer (Violine), Dirk Mommertz (Klavier), Sascha Frömbling (Viola) und Konstantin Heidrich (Cello) – fanden sich 1995 an der Musikhochschule Karlsruhe zusammen und gründeten ihr Quartett frei nach Faurés Ausspruch: „Kammermusik ist die wahre Musik und der ehrlichste Ausdruck einer Persönlichkeit.“ Innerhalb weniger Jahre mauserten sich die vier jungen Spieler zum international bekanntesten Klavierquartett und können seit dem Jahr 2006 auf einen Exklusiv-Vertrag bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft verweisen. Von der Karlsruher Musikhochschule wurden die „fantastischen Vier“ sogar zum „Quartett in Residence“ ernannt, eine Auszeichnung, die in Karlsruhe 30 lange Jahre nicht vergeben wurde. Besonders gelobt werden die Fauré Leute für ihr feines, hervorragend aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel. So schrieb ein Kritiker in „Stereoplay“: „Faszinierend ist dabei immer wieder die klangfarbliche Korrespondenz mit der Klavierstimme.“ Und im berühmten Londoner Magazin „Grammophone“ war zu lesen: „Es ist immer makellos frisiert, nicht eine Note deplaciert, präzise im Ensemblespiel… Das Fauré Quartett ist in höchstem Maße versiert…“ Natürlich kommen diese Qualitäten nicht von ungefähr, denn die Fauré Leute erhielten ihren Feinschliff unter anderem beim altehrwürdigen Alban Berg Quartett. Heute konzertieren sie in den großen Konzerthäusern der Welt: Wigmore Hall London, Philharmonie Berlin, Concertgebouw Amsterdam, Teatro Colón Buenos Aires, Sala Cecilia Meireles Rio de Janeiro, Alte Oper Frankfurt, Laeiszhalle Hamburg und vielen mehr. Kurzum war im Magazin „The Strad“ zu lesen: „Ihre Auftritte werden überall mit Superlativen bedacht.“ Und die Süddeutsche Zeitung schwärmte „...bislang kaum je gehörte Gestaltungsdetails ... geradezu beglückende Interpretation.“ Darüber hinaus erhielten sie für ihre neueste Aufnahme bei der Deutschen Grammophon mit den Klavierquartetten g-Moll Op. 25 und c-Moll Op. 60 von Johannes Brahms den begehrten Echo Klassik Preis 2008. Und last but not least äußerte die Grande Dame der Klassikszene Martha Argerich: „Wer das Fauré Quartett hört, möchte es wieder hören.“ Für die Sonntags-Matinee im Festspielhaus Baden-Baden haben sich die Fauré Leute zwei erlesene Meisterwerke ausgewählt: Das Klavierquartett Es-Dur Op. 47 von  Robert Schumann aus dem Jahr 1842 gehört zur absoluten Standardliteratur für diese Besetzung und wurde 1843 mit Clara Schumann am Klavier uraufgeführt. Johannes Brahms’ Klavierquartett Nr. 2 A-Dur Op. 26 ist sehr großflächig, ja fast orchestral angelegt und gehört mit seinen sehr ausführlichen Überleitungen zu den umfangreichsten Werken dieser Gattung. So zog sich auch der Entstehungsprozess von 1855 bis 1861 über mehrere Jahre hinweg. Besonders im zweiten Satz sind Tiefen auszuloten, denn er trägt deutliche autobiographische Züge mit Anspielungen auf Brahms’ Liebe zu Clara Schumann.   

FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN
Fauré Quartett
Sonntags-Matinee
Sonntag, 25. April 2010, 11 Uhr

Erika Geldsetzer, Violine
Dirk Mommertz, Klavier
Sascha Frömbling, Viola
Konstantin Heidrich, Violoncello

Robert Schumann
Klavierquartett Es-Dur Op. 47

Johannes Brahms
Klavierquartett Nr. 2 A-Dur Op. 26

EINTRITTSKARTEN: € 35 : 25 : 18 :  : 
ermäßigt: € 32 : 22 : 16 : 

INFORMATIONEN UND RESERVIERUNG : 07221/30 13 101
www.festspielhaus.de

Im Anschluss findet ein Künstler-Gespräch im Foyer statt.