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Die Schöpfung
Emmanuelle Haïm dirigiert Haydns Oratorium / "Le Concert d'Astrée
BADEN-BADEN- Die französische Dirigentin Emmanuelle Haïm kehrt zurück ins Festspielhaus Baden-Baden. Nach ihrem umjubelten Dirigat der Händel-Kantate "Delirio amoroso" 2008 steht nun Haydns "Die Schöpfung" auf dem Programm. Begleitet von Haïms Orchester, dem Ensemble "Le Concert d'Astrée", erklingt das große Oratorium am Sonntag, 4. Dezember 2011 um 18 Uhr.
Soeben hat Emmanuelle Haïm, seit 2009 Ritterin der französischen Ehrenlegion, erstmals ein großes amerikanisches Orchester geleitet. Auf Einladung von Chefdirigent Gustavo Dudamel dirigierte Sie Händel-Abende beim Los Angeles Philharmonic Orchestra und heimste beste Kritiken ein.
Bei ihrer Rückkehr nach Baden-Baden begleiten Emmanuelle Haïm namhafte Solisten: Die schwedische Sopranistin Camilla Tilling übernimmt die Partie der Eva. Zuletzt glänzte die Sängerin der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung von Thomas Hengelbrock in einer konzertanten Aufführung der Mozart-Oper "Idomeneo" zu Pfingsten 2011 im Festspielhaus Baden-Baden. Der englische Tenor Benjamin Hulett (Uriel) war während seiner Studienzeit in Oxford Chorist am New College, seine Opernausbildung genoss er allerdings an der Guildhall School of Music. Als Ensemble-Mitglied der Hamburgischen Staatsoper sammelte Benjamin Hulett viel Opernerfahrung und stand seitdem auch an den Staatsopern zu Berlin und München auf der Bühne. Neben zahlreichen Konzerten unter Dirigenten wie Sir Roger Norrington oder Philippe Herreweghe sang Benjamin Hulett auch Uraufführungen, darunter "Die Besessenen" am Theater an der Wien. Zu Pfingsten 2011 sang Benjamin Hulett den Zweiten Juden in der "Salome" des Festspielhaus Baden-Baden. Christopher Purves (Adam) war Chorschüler am King´s College in Cambridge, als er sich zwischen einer Karriere als Rockstar und der Opernbühne entscheiden musste. Mit der Rock'n'Roll-Band "Harvey and the Wallbangers" war er im Studio und auf Tournee, entschied sich dann aber doch für den klassischen Gesang. Mittlerweile gehört er in Großbritannien zu den gefragtesten Sängern seines Faches.
Haydns "Schöpfung": Ein hartes Stück Arbeit
Joseph Haydn komponierte das Oratorium "Die Schöpfung" zwischen 1796 und 1798. Nach seiner zweiten Englandreise stellte sich der Komponist in Wien der großen Herausforderung, ein Oratorium zu komponieren, obwohl er diese Form nur einmal in jungen Jahren gewählt hatte. Nicht nur das Thema, sondern auch der ständige Vergleich mit Händels Oratorien erschwerten die Voraussetzungen für den Komponisten, der bekannte: "Nie war ich so fromm als bei der Komposition der 'Schöpfung'. Täglich fiel ich auf die Knie und bat Gott, dass er mich stärke für mein Werk." Im April 1798 ließ Haydn das neue Werk im Palais des Fürsten Schwarzenberg vor geladenen Gästen aufführen. Die öffentliche Uraufführung fast ein Jahr später, im März 1799, geriet zum Triumph für das Werk seinen Schöpfer.
Emmanuelle Haïm
Die französische Cembalistin und Dirigentin Emmanuelle Haïm studierte Klavier bei Yvonne Lefébure und Orgel bei André Isoir. Nach dem Wechsel zum Cembalo studierte sie bei Kenneth Gilbert und Christophe Rousset am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique. Sie schloss ihr Studium dort mit fünf Ersten Preisen und einem Zweiten Preis ab. Daneben widmete sie sich dem Komponieren und dem Continuo-Spiel. Ihr besonderes Interesse gilt dem musikalischen Ausdruck in der Vokalmusik; sie unterrichtet Gesangsstudenten am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris im Barockrepertoire.
Als Continuo-Spielerin und musikalische Assistentin hat sich Emmanuelle Haïm schnell einen Namen gemacht. Sie war an zahlreichen Opernhäusern tätig und hat im Barock- und Klassikrepertoire reiche Erfahrungen gesammelt. Mit William Christie, Christophe Rousset, Marc Minkowski, Claudio Abbado, Sir Simon Rattle und Daniel Harding ist sie an weltbekannten Häusern in Paris, London, New York, Madrid, Aix-en-Provence und Salzburg aufgetreten. Bei Recitals begleitet hat sie unter anderen Cecilia Bartoli und Natalie Dessay.
Als Dirigentin und Expertin für Alte Musik führte Emmanuelle Haïm im Herbst 2001 höchst erfolgreich Händels "Rodelinda" und 2003 Händels "Theodora" bei der Glyndebourne Touring Opera auf sowie 2002 Werke von Rameau mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment. 2004 folgte Händels "Rodelinda" beim Glyndebourne Festival, wo sie im Sommer 2006 Händels "Giulio Cesare" folgen ließ. Ihre CD mit Händel-Kantaten (Solistin: Natalie Dessay), wurde 2006 mit einem Choc du Monde de la Musique sowie einem Diapason d'Or ausgezeichnet und außerdem für einen Midem Classical Award nominiert. Erneut erhielten Emmanuelle Haïm und Le Concert d'Astrée 2008 eine Ehrung als Ensemble des Jahres: ein ECHO Klassik für ihr Bach/Händel-Album "Magnificat/Dixit Domunus".
Eintrittspreise:
€ 33,00 / 56,00 / 73,00 / 90,00 / 110,00 Ermäßigt: € 30,00 / 51,00 / 66,00 / 85,00 / 103,00
Weitere Informationen:
Tel. 07221 / 30 13 101


