
Gutscheine Das perfekte Geschenk: Den Anstoß geben Sie, Ihre Lieben müssen nur noch auswählen. ›› Schnell und einfach

Förderprogramm Solidarität zahlt sich aus: Vorkaufsrecht, exklusive Gespräche mit Künstlern, etc. ›› Sie ermöglichen Ideen

Führungen Wir lüften große Geheimnisse des Theaters auf der Bühne, im Foyer, in den Künstlergarderoben.
›› Folgen Sie uns!

Jahresprogramm Es wird spannend und entspannend wird es auch: Programm 10|11. ›› Programm bestellen
"Das Lied von der Erde"
„Das Lied von der Erde“
Kent Nagano & Mahler Chamber Orchestra
Samstag, 02. Oktober 2010, 19 Uhr
BADEN-BADEN – Rund zwei Wochen nachdem Kent Nagano am Pult des Bayerischen Staatsorchesters die Saison 2010/2011 des Festspielhaus Baden-Baden mit der Siebten von Anton Bruckner eröffnet hat, kehrt er mit dem Mahler Chamber Orchestra erneut an die Oos zurück. Für diesen Auftritt bei den Herbstfestspielen hat Kent Nagano Gustav Mahlers „Lied von der Erde“ mit der Uraufführung des Werks „Sternenlose Nacht“ von Toshio Hosokawa gekoppelt.
Kent Nagano, der Kosmopolit mit japanischen Wurzeln, füllt seit dem Jahr 2006 nicht nur die Stelle des Generalmusikdirektors des Bayerischen Staatsorchesters aus, sondern fungiert zudem als Chefdirigent des Orchestre symphonique de Montréal. Wie das Programm dieses Konzertabends im Festspielhaus verrät, ist der aus Kalifornien stammende Nagano für Musik aller Epochen aufgeschlossen. Der für seinen besonders transparenten und klaren Interpretationsstil bekannte Nagano fühlt sich gleichermaßen im klassischen wie im romantischen und zeitgenössischen Repertoire wohl. Im Festspielhaus Baden-Baden ist Nagano bereits seit dem Jahr 2001 regelmäßig zu Gast. Mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, das er als Chefdirigent in den Jahren von 2000 bis 2006 künstlerisch entscheidend prägte, trat er in Baden-Baden unter anderem mit Bruckners Achter (2001), Mahlers Dritter (2003) sowie den beiden Wagner-Opern „Parsifal“ (2004) und „Lohengrin“ (2006) auf. Sowohl „Parsifal“ als auch „Lohengrin“ wurden im Festspielhaus Baden-Baden von Nikolaus Lehnhoff inszeniert und sind beide auf DVD erschienen. Neben zahlreichen Aufnahmen bei der Deutschen Grammophon und dem Label Pentatone ist mit Kent Nagano im April 2009 bei Sony Classical eine für ihre „sorgfältige und detailgetreue Lesart“ (musicalcriticism.com) vielgelobte Einspielung Mahlers „Das Lied von der Erde“ erschienen.
Auch das im Jahr 1997 von Claudio Abbado gegründete Mahler Chamber Orchestra ist im Festspielhaus Baden-Baden häufig anzutreffen. Bei den Herbstfestspielen 2010 ist das Ensemble außerdem mit einer konzertanten Vorstellung Giuseppe Verdis „Otello“ zu erleben. Kent Nagano wirkt beim Mahler Chamber Orchestra seit mehreren Jahren als regelmäßiger Gastdirigent.
„Das Lied von der Erde“ entstand in den Jahren 1907/1908, einer Zeit, die für Gustav Mahler von schweren Schicksalsschlägen überschattet wurde: Im Jahr 1907 starb Mahlers Tochter Maria Anna, er selbst trat von seiner Position als Direktor der Wiener Hofoper zurück und wurde überdies von der Diagnose seines eigenen schweren Herzleidens geschockt. Diese Schicksalsschläge spiegeln sich unmittelbar in der Musik wider. Als Textgrundlage verwendete Mahler den von Hans Bethge herausgegebenen Gedichtband „Die chinesische Flöte“. Es handelt sich dabei um redigierte chinesische Gedichten aus dem 8. und 9. Jahrhundert. Im Festspielhaus Baden-Baden wird das im Untertitel als „Eine Sinfonie für eine Tenor- und eine Alt- (oder Bariton-) Stimme und Orchester“ betitelte Werk in der Fassung für zwei Männerstimmen erklingen.
Als zweites Werk des Abends hat Kent Nagano eine Uraufführung ausgewählt: „Sternlose Nacht“ des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa. Der 1955 in Hiroshima geborene Hosokawa erhielt seine Ausbildung in Berlin und Freiburg. Neben zahlreichen anderen Preisen wurde er 1982 mit dem ersten Preis des Kompositionswettbewerbs anlässlich des 100. Geburtstages des Berliner Philharmonischen Orchesters ausgezeichnet. Unter seinen Werken ist besonders das Orchesterwerk „Circulating Ocean“ zu erwähnen, welches 2005 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt wurde. Kent Nagano leitete im Januar 2007 in Berlin die Deutsche Erstaufführung von „Circulating Ocean“ mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Mit seinem rund 40-minütigen Werk „Sternlose Nacht“, welches von der Ernst von Siemens Musikstiftung gefördert wird, assoziiert Hosokawa selbst „einen Gang durch einen Garten“. Die Verbindung zu Gustav Mahlers Naturverbundenheit ist also augenscheinlich.
Als Solisten treten an diesem Abend neben dem Tenor Michael Schade und dem Bariton Michael Volle im „Lied von der Erde“, außerdem die Sopranistin Sally Mathews sowie die japanische Mezzo-Sopranistin Mihoko Fujimura auf. Fujimura war im Festspielhaus Baden-Baden bereits bei den Pfingstfestspielen 2010 mit den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott zu hören und wurde wegen ihrer kongenialen Ausgestaltung des Mezzo-Parts in Mahlers Dritter hoch gelobt worden.
FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN
„Das Lied von der Erde“
Kent Nagano & Mahler Chamber Orchestra
Samstag, 02. Oktober 2010, 19 Uhr
Sally Matthews: Sopran
Mihoko Fujimura: Mezzosopran
Michael Schade: Tenor
Michael Volle: Bass
Kent Nagano: Dirigent
Mahler Chamber Orchestra
WDR Rundfunkchor Köln
(Chordirektor: Rupert Huber)
Toshio Hosokawa
„Sternlose Nacht“ (Uraufführung) (Sally Matthews und Mihoko Fujimura)
Gustav Mahler
„Das Lied von der Erde“ (Michael Schade und Michael Volle)
*„Sternlose Nacht“ von Toshio Hosokawa ist eine Autragskomposition des Mahler Chamber Orchestra. Mit freundlicher Unterstützung der ernst von siemens musikstiftung.
Preise: € 90,00 / 74,00 / 59,00 / 46,00 / 27,00
Ermäßigt: € 83,00 / 68,00 / 53,00 / 41,00 / 24,00
Tickets und Informationen unter www.festspielhaus.de und Tel. 07221-3013-101


