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Carmina Burana, Version 1956
„Carmina Burana“
Fassung für Chor, zwei Klaviere und Schlagwerk
Sonntag, 3. Oktober 2010, 18 Uhr
BADEN-BADEN – Das Klavierduo GrauSchumacher zählt zu den besten seiner Zunft. Zuletzt waren die beiden Herren – Andreas Grau und Götz Schumacher – im Festspielhaus Baden-Baden im Februar 2009 gemeinsam mit dem Wiener Burgschauspieler Klaus Maria Brandauer und Mendelssohns „Ein Sommernachtstraum“ gefeiert worden. Nun sind sie bei den Herbstfestspielen 2010 mit einem ganz neuen Projekt zu Gast an der Oos, nämlich mit der Klavierfassung der populären „Carmina Burana“ aus dem Jahr 1956 von Carl Orff.
Kein Geringeres Blatt als die „Neue Zürcher Zeitung“ ließ über das Piano Duo verlauten: „Die beiden Pianisten Andreas Grau und Götz Schumacher, die unter dem Namen GrauSchumacher auftreten, zeichnen sich durch zwei Merkmale aus: ihre raffiniert zusammengestellten Programme und ihre Vorliebe für gewichtige Werke des 20. Jahrhunderts. Im Konzert in der Tonhalle Zürich hat das pianistische Duo beide Qualitäten eindrücklich bewiesen. (...) Schumacher am ersten Klavier und Grau am zweiten spannten über die sieben Abschnitte des dreiviertelstündigen Klavierwerks einen gewaltigen Bogen und liessen auch pianistisch einen ganzen Kosmos erstehen.“
Der Münchner Komponist Carl Orff gilt als Außenseiter der Neuen Musik, denn er nahm an der neuen Harmonik kaum Teil, sondern hielt eher an modalen Tonalitäten sowie an motorisch-tänzerischen Rhythmen fest. Die Carmina Burana oder „Cantiones profanae cantoribus et choris cantandae comitantibus instrumentis atque imaginibus magicis“ – wie sie im Originaltitel heißen, sind eine Vertonung lateinischer und deutscher Vagantenlieder des Mittelalters. Die der Benediktbeurer Liederhandschrift entnommenen, lebenslustigen Verse handeln beispielsweise von Frühling und Liebe oder Trunk in der Taverne. Eingeteilt ist das Werk in drei Teile: „Primo vere“ / „Uf dem Anger“, „In taberna“ sowie „Cour d’amour“. Komponiert hat Carl Orff seine „Carmina Burana“ in den Jahren 1935 und 1936. Später fasste er sie mit den „Catulli carmina“ und dem „Trionfo di Afrodite“ unter dem Titel „Trionfi“ zu einer Trilogie zusammen. Im Festspielhaus Baden-Baden werden die 1937 uraufgeführten Carmina Burana in der selten zu hörenden Klavierfassung aus dem Jahr 1956 zu hören sein. Diese reduzierte Fassung ist für Solisten, gemischten Chor, Kinderchor, zwei Klaviere und Schlagzeug von Orffs Schüler Wilhelm Killmayer arrangiert und vom Komponisten selbst autorisiert worden.
Mit dabei an diesem Abend im Festspielhaus Baden-Baden sind neben einem exzellenten Solistentrio, das SWR Vokalensemble, der Kinderchor der Staatsoper Stuttgart sowie das Percussion-Ensemble des RSO Stuttgart. Über die Sopranistin Lenneke Ruiten war in „The Irish Times“ zu lesen: „Die holländische Sopranistin Lenneke Ruiten hat nicht nur eine außerordentliche Stimme, die spielend ein sehr weites Spektrum an Volumen und Farbe erreicht. Sie führt ein Lied auch zur Enthüllung des Gefühls, welches die Poesie inspiriert hat.“ Der aus Erfurt stammende Tenor Christoph Genz arbeitete in seiner Karriere unter anderem mit namhaften Dirigenten wie Sir Simon Rattle oder Kent Nagano zusammen. Die Leipziger Volkszeitung schrieb über ihn in einer Rezension: „Genz’ wunderschöne Stimme ist ein weicher, strahlender Tenor mit einem Quäntchen stählernem Glanz, dem man ewig lauschen möchte.“ Der ebenfalls aus Erfurt stammende Bariton Stephan Genz erhielt in seiner Karriere zahlreiche Preise, darunter ein Gramophone Award. Auch Stephan Genz arbeitet regelmäßig mit großen Dirigenten wie Fabio Luisi, Kurt Masur oder Daniel Harding zusammen. Die musikalische Gesamtleitung obliegt dem österreichischen Dirigenten Rupert Huber, der neben seiner Position als Chefdirigent des WDR Rundfunkchores auch künstlerischer Leiter des ChorWerk Ruhr ist.
FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN
Herbstfestspiele 2010
„Carmina Burana“
Fassung für Chor, zwei Klaviere und Schlagwerk
Sonntag, 3. Oktober 2010, 18 Uhr
Lenneke Ruiten Sopran
Christoph Genz Tenor
Stephan Genz Bariton
Rupert Huber Dirigent
SWR Vocalensemble
Kinderchor der Staatsoper Stuttgart (Einstudierung Johannes Knecht)
GrauSchumacher Klavierduo
Norbert Schmitt-Lauxmann, Christoph Wiedmann Schlagwerk
Schlagzeugensemble der Stuttgarter Philharmoniker
Carl Orff
„Sunt lacrimae rerum“
und Lieder von Carl Orff
„Carmina Burana“ (Fassung von 1956)
Preise: € 80 : 66 : 53 : 41 : 24
Ermäßigt: € 74 : 60 : 48 : 37 : 22
Informationen und Tickets unter www.festspielhaus.de oder Tel. 07221-3013-101


