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Barocker Trompetenglanz
Reinhold Friedrich und das 2. Brandenburgische Konzert
BADEN-BADEN - Der Trompeter Reinhold Friedrich kommt mit einem barocken Musikprogramm ins Festspielhaus Baden-Baden. Gemeinsam mit dem "Concerto Grosso Friedrich" und Countertenor Terry Wey interpretiert Friedrich Meisterwerke von Biber, Telemann und Bach. Auf dem Programm des Konzerts am Freitag, 2. Dezember 2011 um 20 Uhr stehen unter anderem Bibers Sonata a 7 in C-Dur für sechs Trompeten, Pauken und Streicher, das Telemann-Konzert für drei Trompeten sowie das 2. "Brandenburgische Konzert" von Johann Sebastian Bach.
Altes und Neues: Keine Gegensätze
Reinhold Friedrich, geboren in Weingarten ist seit seinem Erfolg beim ARD-Musikwettbewerb 1986 auf allen wichtigen Konzertpodien der Welt zu Gast. Für Reinhold Friedrich gehören Neue und Alte Musik in der Auseinandersetzung mit dem Werk zusammen und bilden keinen Gegensatz. Ebenso konsequent verbindet er in sich den Solisten, Kammermusiler und Orchestermusiker. Seit Neugründung des Lucerne Festival Orchestras ist er dort Solotrompeter. Als Solist konzertiert Friedrich mit vielen namhaften Orchestern und Dirigenten. Immer wieder wird er für Uraufführungen neuer Musik für Trompete angefragt und ist mindestens ebenso beliebt als Interpret der Alten Musik.
Countertenor Terry Wey Terry Wey
wurde 1985 in eine Schweizer-Amerikanische Musikerfamilie geboren und erhielt seine Gesangsausbildung als Solist der Wiener Sängerknaben bei Silvija V. Purchar sowie später bei Kurt Equiluz und Christine Schwarz an der Konservatorium Wien Privatuniversität, an welcher er auch Klavier-Konzertfach studierte. Über erste Auftritte mit dem Clemencic Consort unter René Clemencic 2003 fand der junge Preisträger mehrerer Wettbewerbe rasch Anschluss an die internationale Konzert- und Opernszene.
Unter Dirigenten wie William Christie, Thomas Hengelbrock, Marc Minkowski oder Michael Hofstetter, mit Originalklangorchestern wie dem Balthasar-Neumann-Ensemble, Les Arts Florissants oder Les Musiciens du Louvre Grenoble war er bei bedeutenden Festivals und Konzertsälen zu Gast, u.a. im Musikverein Wien, Barbican Centre London, Festspielhaus Baden-Baden, Lincoln Center New York, Schwetzinger Festspiele, Händelfestspiele Halle, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Bregenzer Festspiele oder Styriarte Graz.
Zu den Komponisten und ihren Werken:
Heinrich Ignaz Franz Biber: Sonata a 7 Als Geiger und Komponist scheint Biber zu seinen Lebzeiten im ganzen Kaiserreich, aber auch in Italien und Frankreich berühmt gewesen zu sein. Seine Virtuosität, schon 1670 vom Tiroler Geigenbauer Jacob Stainer gerühmt, muss wahrhaft atemberaubend gewesen sein. Er war sicherlich einer der größten Geigenvirtuosen des Barock. Noch hundert Jahre später nennt ihn Charles Burney den größten Geiger des deutschen Barock. Paul Hindemith hat ihn einmal emphatisch als den bedeutendsten Barockkomponisten vor Bach bezeichnet. In der heutigen Zeit, die so vieles, auch Durchschnittliches, aus dem Barock wiederbelebt und schätzt, hat Heinrich Ignaz Franz von Biber immer noch nicht den ihm gebührenden Platz im Konzertleben und im Bewusstsein der Musikliebhaber eingenommen. Als Komponist von Instrumentalmusik zählt er zu den Großen der abendländischen Musikgeschichte. Seine Violinsonaten und seine Werke für mehrere Streicher lassen sich getrost den besten Werken der Klassik und Romantik an die Seite stellen.
Georg Phillip Telemann: Konzert für 3 Trompeten, Streicher und b.c.
Der Komponist Georg Philipp Telemann wurde in Magdeburg geboren. Während seines Jurastudiums in Leipzig begegnete er dem jungen Händel, der ihn begeisterte, den Beruf des Musikers einzuschlagen. 1704 wurde Telemann Organist, noch im gleichen Jahr Kapellmeister in Sorau. 1708 bis 1712 war er als Hofkapellmeister in Eisenach tätig, anschließend als Musikdirektor in Frankfurt am Main. 1721 nahm er schließlich die Stelle als städtischer Musikdirektor in Hamburg an, die er bis zu seinem Tode innehatte.
Johann Sebastian Bach: 2. Brandenburgisches Konzert
Die sechs Brandenburgischen Konzerte zählen zu den Höhepunkten aus Bachs Köthener Zeit (1717 - 1723), und sie markieren einen wichtigen Punkt in der Geschichte des Instrumentalkonzerts. Das Konzert Nr.2 F-Dur BWV 1047 ist ein Gruppenkonzert und von der Instrumentierung her besonders interessant. Bach stellt dem Streichertutti eine sehr heterogene Sologruppe gegenüber: Trompete, Blockflöte, Oboe und Violine. Die vier Soloinstrumente haben trotz ihrer Gegensätzlichkeit die gleiche Thematik zu spielen - eine Herausforderung für Gestaltung und Klangbalance.
Eintrittskarten und weitere Informationen: 07221 / 30 13 101 www.festspielhaus.de


