Festspielhaus Baden-Baden

"Tief in meinem Herzen"

Rolando Villazón ist das prominenteste Neumitglied des Freundeskreis Festspielhaus Baden-Baden. Noch auf der Bühne trat der mexikanische Tenor im Rahmen der Freundeskreis-Gala 2012 dem Verein mit den Worten bei: "Wie könnte ich das nicht machen - ich trage Baden-Baden tief in meinem Herzen."

Rolando Villazón begrüßt das Maskottchen eines Fans. Foto: Schweigert

Mariachis für den mexikanischen Tenor. Foto: Schweigert

Der glückliche Tenor nach seinem Konzert. Foto: Schweigert

Festspielhaus-Intendant Andreas Mölich-Zebhauser (links) und Freundeskreis-Vize Professor Ernst-Moritz Lipp warben neue Mitglieder. Foto: Schweigert

Die Gala des Freundeskreis sorgte mit Rolando Villazón für ein volles Festspielhaus. Foto: Schweigert

Der Abend wurde zum Fest. Rolando Villazón krönte mit seinem Belcanto-Konzert den großen Gala-Abend des Freundeskreis Festspielhaus Baden-Baden. Sein Publikum spendete ihm wiederum stehende Ovationen und klatschte minutenlang. Mit selten gehörten Romanzen, Liedern und Arien von Donizetti, Rossini, Verdi und Bellini hatte der mexikanische Tenor zuvor für atemloses Schweigen und Schwelgen gesorgt. Als Zugaben erklangen die musikalischen Kleinode  "In solitaria stanza" von Giuseppe Verdi und Bellinis "Malincolia", bevor bei Rossinis "La danza" kein Halten mehr war.

Zwischen den Zugaben machte Villazón keinen Hehl aus seiner Liebe zu Baden-Baden. Immer wichtiger werde ihm das Festspielhaus, sagte der Tenor, der an dieser Stelle seinen ersten Ottavio im "Don Giovanni" sang und 2012 gleich dreifach debütiert: Zu Pfingsten inszeniert er selbst Donizettis "Liebestrank", singt seine Paraderolle - den Nemorino - und kehrt kurz darauf zur Baden-Baden Gala 2012 als Ferrando in "Cosí fan tutte" zurück an die Oos (11. und 14. Juli 2012). "Es ist so wunderbar hier bei Euch", lobte Villazón daher aus tiefstem Herzen das Baden-Badener Publikum, das mit ihm und einer mexikanischen Mariachi-Band bis in die Nacht auf der Bühne des größten deutschen Opernhauses den Augenblick und die private Kulturförderung feierte.