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Schottische Kreativität
Sie gilt als eine der kreativsten und innovativsten jungen Geigeerinnen Großbritanniens. Die 23jährige Nicola Benedetti scheut keine Risiken: weder in ihrem Spiel, noch bei der Auswahl ihres Repertoires. Der Schottin mit italienischen Wurzeln ist es ein Anliegen, ihrem Publikum selten gespielte Stücke oder Werke zeitgenössischer Komponisten vorzustellen - bisher mit durchschlagendem Erfolg. Für den BBC Young Musician of the Year 2004 beispielsweise entschied sie sich, das Violinkonzert von Szymanowski zu spielen. Sie gewann den Wettbewerb und wurde mit einem Schlag berühmt.

Auch bei der Sonntags-Matinee am 19. Februar 2012 spielen sie und ihr Klavierpartner Alexei Grynyuk nicht nur Klassiker wie die Violinsonate von Richard Strauss in Es-Dur oder die erste Sonate von Sergej Prokofjew. Auf dem Programm steht auch „From Ayrshire“ des schottischen Komponisten James MacMillan. Ein Stück, das ihr persönlich gewidmet ist.

Eine bessere Werbung kann sich ein Komponist wohl kaum für sein Werk wünschen. Denn Nicola Benedetti gelingt es immer wieder das Publikum durch ihr dynamisches, energiegeladenes Spiel mitzureißen. So schrieb beispielsweise die „Times" über sie: „Es war aufregend, Nicola Benedetti zu hören und zu sehen, die ganz aus dem Körper kam und bei der jede Faser der Geige mit jeder Nervenfaser der Spielerin verschmolz“. Perfekt für ein Werk wie „From Ayrshire“, das mit einer ausladenden Kantilene beginnt und ebenso forsch wie brillant endet.



