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„Turbulent gelungen“
Diesmal waren sich Publikum und Pressekritiker nahezu einig: Die Neuinszenierung „L’elisir d’amore“ ist „turbulent gelungen“ (Stuttgarter Zeitung). „Ungetrübte Freude“ bescheinigt „Die Welt“ und widerspricht damit einer kritischen Stimme aus der Schweiz.

Die Reaktionen der Medien begannen diesmal eigentlich schon vor der Premiere. Wolfgang Schreiber hatte für die Süddeutsche Zeitung eine Hauptrobe besucht und Regisseur Rolando Villazón über die Schulter geschaut. Dabei hatte er einen „energiegeladenen“ Menschen gesehen, dessen Kollegen begeistert bei der Arbeit mitzogen. Vielleicht war dies ein entscheidender Grund, für den großen Premierenerfolg. Manuel Brug schreibt dazu in der „Welt“: „Ein ‚Liebestrank‘ erfordert vor allem Handwerk. Das hat Villazón, der kluge Clown. Als Regisseur denkt er stets auch für andere, als Sänger ist er gereift.“

- Martin Grubinger wirbelt bei den Pfingstfestspielen in Baden-Baden. Foto: Michael Gregonowits
Mehr Widerspruch kommt derweil aus der Schweiz. Sigfried Schibli kann sich mit der Verlegung der Donizetti-Oper in ein Hollywood-Filmstudio nicht anfreunden. Nach ihm gerät die Inszenierung „poesiefrei“ und wird zum „eingreifenden Regietheater“ der schlechteren Sorte.
Der Neue Merker aus Wien freut sich über einen „umjubelten Erfolg“ und blickt in die Zukunft: „Ein Mitschnitt für DVD wird auch all jenen Gelegenheit geben, die nicht dabei sein konnten, an seiner Freude teilzuhaben.“



