Festspielhaus Baden-Baden

Neu: Baden-Baden-Gala 2012

Nach dem Erfolg der Baden-Baden-Gala 2011 („Don Giovanni“) kehren einige der Protagonisten zur Baden-Baden-Gala 2012 am 11. und 14. Juli 2012 mit Mozarts „Cosí fan tutte“ im Konzertformat zurück ins Festspielhaus Baden-Baden. Unter anderem sind mit dabei: Rolando Villazón, Mojca Erdmann und Matthias Goerne. Die Gala ist neu im Programm des Festspielhaus Baden-Baden, und der Vorverkauf hat begonnen.

Rolando Villazón © DG
Mojca Erdmann © Felix Broede
Yannick Nézet-Seguin © Marco Borggreve

Neben Rolando Villazón (Ferrando), Mojca Erdmann (Despina), Angela Browers (Dorabella) und Miah Persson (Fiordiligi) wird Matthias Goerne als Don Alfonso mit von der Partie sein.
Dirigent ist wie beim "Don Giovanni" vor einem Jahr der Kanadier Yannick Nézet-Seguin. Er leitet diesmal das Chamber Orchestra of Europe.Die Baden-Baden Gala 2012 entsteht in Zusammenarbeit mit Universal Music Arts & Entertainment. Die beiden Konzerte werden für eine neue CD aufgenommen. 

Miah Persson © Mats Baecker
Mathias Goerne © Marco Borggreve
Angela Brower © pr

Die Handlung

Ein Experiment läuft aus dem Ruder

In Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Così fan tutte“ geht es um eine Wette: Der Lehrer und Philosoph Don Alfonso stellt die Behauptung auf, dass kein weibliches Wesen treu sein kann. Die beiden jungen Offiziere Guglielmo und Ferrando wollen ihm das Gegenteil beweisen. Sie sind davon überzeugt, dass ihre Freundinnen, die Schwestern Fiordiligi und Dorabella, eine Ausnahme sind.
Die drei Männer starten daraufhin ein Experiment: Die beiden Freunde verabschieden sich tränenreich, weil sie angeblich in den Krieg ziehen müssen. Wenig später kehren sie verkleidet zurück und jeder macht der Braut des anderen den Hof. Schon bald beginnt die Geschichte aus dem Ruder zu laufen.

Rolando Villazón – Ferrando

Der mexikanische Tenor Rolando Villazón ist musikalischer Stammgast im Festspielhaus Baden-Baden. In der Saison 2011/2012 singt er am 30. März 2012 einen italienischen Arien- und Liederabend. Wenig später – zu den Pfingstfestspielen – inszeniert Villazón die Donizetti-Oper „L’elisir d’amore“ und singt die Partie des Nemorino. In der Baden-Baden Gala wirkte Sänger bereits 2011 mit, als er den Don Ottavio in Mozarts „Don Giovanni“ gestaltete. Der lyrische Tenor, Regisseur und Buchautor kam 1972 in Mexiko-Stadt zur Welt. Im Februar und März 2012 präsentiert der Künstler beim Kultur-Fernsehsender Arte die neue Sendereihe „Stars von morgen“.

Mojca Erdmann - Despina

Die in Hamburg geborene Sopranistin Mojca Erdmann studierte Violine und parallel dazu Gesang an der Kölner Musikhochschule. Noch als Studentin wurde sie Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin. Seitdem hat sich ihre Karriere konsequent entwickelt. U.a. lud sie Sir Simon Rattle nach Aix ein, im Jahr darauf begleitete sie ihn zu den Osterfestspielen in Salzburg. Erst im Oktober 2011 gab sie als Zerlina in „Don Giovanni“ ihr Debüt an der Met - eine Rolle, die sie im gleichen Jahr auch im Festspielhaus sang. Das Jahr 2011 begann für Moijca Erdmann allerdings mit einem großen Baden-Badener Erfolg als Despina in der szenischen „Cosí fan tutte“, die Philipp Himmelmann inszenierte.

Miah Persson - Fiordiligi

Die schwedische Sopranistin Miah Persson studierte zunächst Sozial- und Rechtswissenschaften ehe sie in Stockholm ein Gesangsstudium absolvierte. Heute singt sie an allen wichtigen Opernhäusern der Welt. So tritt Miah Persson regelmäßig bei den Salzburger Festspielen, am Londoner Royal Opera House Covent Garden oder an der New Yorker Metropolitan Opera. Ihr Repertoire umfasst Partien wie die Susanna aus „Figaros Hochzeit”, die Donna Elvira aus „Don Giovanni” oder die Fiordiligi, die sie unter anderem 2006 beim Glyndebourne Festival sang. An der Seite von Rolando Villazón singt Miah Persson bei den Pfingstfestspielen 2012 die die Adina im „Liebestrank“ von Donizetti.

Matthias Goerne – Don Alfonso

Mit seiner warmen, geschmeidigen Baritonstimme und seinen tiefgründigen Interpretationen hat sich Matthias Goerne international höchstes Ansehen erworben. Als einer der gefragtesten Sänger seiner Generation ist er regelmäßig zu Gast bei den renommierten Festivals sowie in den bedeutenden Konzertsälen der Welt. Seit seinem Operndebüt bei den Salzburger Festspielen im Jahr 1997 singt Matthias Goerne an den großen Opernbühnen der Welt, darunter das Royal Opera House Covent Garden in London, die Opéra National de Paris, die Wiener Staatsoper, das Teatro Real in Madrid, das Opernhaus Zürich und die Metropolitan Opera in New York. Das Spektrum seiner sorgfältig ausgewählten Rollen reicht vom Papageno und Wolfram bis zu den Titelpartien in Alban Bergs „Wozzek“, Paul Hindemiths „Mathis der Maler“ und Aribert Reimanns „König Lear“.

Yannick Nézet-Seguin – musikalische Leitung

In der kanadischen Provinz griff der junge Yannick Nézet-Seguin zum Taktstock, um einen Kirchenchor zu leiten, er  fand seine Bestimmung und später einen gewichtigen Gönner dazu: Carlo Maria Giulini. Der erfahrene Maestro nahm sich des jungen Mannes an, neugierig geworden durch zwei Briefe, die sein Fan ihm schickte. Nézet-Séguin assistierte ihm und hatte den Fuß in der Tür bei großen europäischen Orchestern. Seine Chance ergreifend wurde er Chefdirigent des Philharmonischen Orchester Rotterdam, mit dem er CD-Aufnahmen produzierte, die für Furore sorgten und mit Preisen ausgezeichnet wurden. Im Herbst 2012 wird Yannick Nézet-Seguin Musikdirektor des rennomierten Philadelphia Orchestras.

Chamber Orchestra of Europe

Gegründet wurde das Chamber Orchestra of Europe 1981 von einer Gruppe junger Musikerinnen und Musiker, die sich im European Union Youth Orchestra kennengelernt hatten: 18 von ihnen gehören noch heute der aktuell 57 Mitglieder umfassenden Stammbesetzung an. Von Beginn an prägte die Zusammenarbeit mit bedeutenden Dirigenten und Solisten das Profil. In den ersten Jahren war vor allem Claudio Abbado ein wichtiger Mentor: Er präsentierte mit dem COE auch szenische Werke. Mit Aufführungen und der Einspielung aller Beethoven-Sinfonien sowie durch Opernproduktionen bei den Salzburger Festspielen und den Wiener Festwochen setzte Nikolaus Harnoncourt Akzente; im Sommer 2009 stand unter seiner Leitung Gershwins „Porgy and Bess“ mit dem COE auf dem Programm.