Bobby McFerrin & Chick Corea
JAZZnight
Arbeitsmaterial für Schulklassen
Klassenraum (Arbeitsmaterial zum Herunterladen):
Circlesong - Spontane Mehrstimmigkeit à la Bobby McFerrin
(Dieses Arbeitsmaterial zum Herunterladen wurde mit freundlicher Unterstützung des Regierungspräsidiums Karlsruhe erstellt.)
Ein Blick durch die Lupe
„I’m my own walkman.“
(von Dörthe Büsching)
„I’m my own walkman.“ Dieser Song von Bobby McFerrin beschreibt vielleicht am treffendsten das, was diesen Künstler und seine ganz eigene, besondere Herangehensweise an Musik ausmacht: Er liefert mit seiner ausgefeilten Improvisationstechnik und der unverwechselbaren Stimme, die vier Oktaven umfasst, sowohl in der klassischen Musik als auch in der Popmusik eine One-Man-Show. Sein Gesang ist immer wieder verblüffend und scheint alle Facetten der menschlichen Stimme zu durchmessen. Ob er Instrumente und, unter Zuhilfenahme seines Körpers, Percussions imitiert oder Klänge und Laute produziert, die seiner Stimme ganz eigentümlich sind – Bobby McFerrin ist sein eigenes Instrument! Das spontane Musizieren und Improvisieren als Ausdruck menschlicher Gefühle, Persönlichkeit und „Seele“ liegt ihm besonders am Herzen: „Es ist falsch, Musik aufzuschreiben und festzuhalten. […] Natürlich kannst du den gleichen Song noch mal singen, aber der Anfang des Stückes ist immer der Zeitpunkt, an dem du dich gerade befindest. […] Die menschliche Stimme ist kein mechanisches Gerät. Sie ist das Instrument der Seele. Deshalb muss man ein Stück Musik jedes Mal neu erfinden.“ Genregrenzen existieren für Bobby McFerrin nicht. Klassik, Pop, Jazz, Folk und Weltmusik finden sich in seinem Programm und nehmen Einfluss auf seine Improvisationen und Eigenkompositionen. Auch seine musikalischen Partner und Freunde stammen aus verschiedenen Musikszenen: Der Jazzpianist Chick Corea zählt ebenso dazu wie der Cellist Yo-Yo Ma. Bobby McFerrin macht seine Musik jenseits aller Kategorien und musikalischen „Schubladen“: seine Musik ist seine Sprache, die er so deutlich artikuliert, dass sie jeder verstehen kann – über alle kulturellen Grenzen hinaus.
„I’m my own walkman“ – um die Aussage dieses Satzes nachvollziehen zu können, lohnt es sich, die Persönlichkeit Bobby McFerrins und seine ungewöhnliche Art, Musik zu machen und mit dem Publikum zu kommunizieren, etwa durch das Ansehen eines Live-Auftritts oder einer Probensituation kennen zu lernen. Auf „You Tube“ (s. Internetlinks) findet ihr viele kleine Videosequenzen, die Live-Improvisationen zeigen.
Prüft Euch selbst: Welche Hörerwartungen habt ihr vor dem Ansehen des Videos? Sind diese bestätigt worden? Was ist das Besondere an Bobby McFerrins Auftritt? Vergleicht seine Performance mit anderen Konzerten, die Ihr gesehen habt.
Internetlinks
Videoclips:
Solo-Improvisation
Improvisation mit Richard Bona
„Ave Maria“ von Bach/Gounod mit Publikum
Die Homepage von Bobby McFerrin ist reich ausgestattet; ein Besuch lohnt sich vor allem für Hörproben und für die interaktive Rubrik „Sing and Play with Bobby“, unter der er zwei seiner Songs, „Don’t worry, be happy“ und „Just enough“, in sieben einzelnen Spuren eingesungen und -gespielt hat. Durch Aktivieren und Deaktivieren einzelner Spuren kann man sich den Song jeweils aufschlüsseln und die Stimmen einzeln mitverfolgen: Viel Spaß beim Mitsingen!
Bobby McFerrin: „Ich habe einen Traum“; Zeit-Rubrik
CDs:
Bobby McFerrin: Beyond Words, 2002.
Hush (mit Yo-Yo Ma), 1992.
Simple Pleasures, 1988.
(Eine ausführliche Diskographie findet ihr auf Bobby McFerrins Homepage.)


